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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 428

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 428 (sequence 451)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5559-3481704
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Sympathie eines Schekel-Zionisten. (Zwischenrufe.) Dann wendet man gegen unseren Vorschlag ein, dass nicht jeder Keren Hajessod-Zahler auf dem Standpunkte der Balfour-Deklaration stehe. Ich habe immer geglaubt, dass nachdem statutarisch der Keren Hajessod auf dem Boden der Balfour- Deklaration, auch der Keren Hajessod-Zahler auf dem Boden des Palästinaaufbaues steht. Der Direktor des Keren Hajessod Herr Dr. Halpern hat mich nun eines anderen belehrt, wenn er meinte, dass man vom K. H.-Zahler die Anerkennung der Balfour-Deklaration verlangen sollte. Da der Keren Hajessod als solcher auf dem Boden der Balfour-Deklaration steht, so steht, glaube ich, auch der Zahler zum Keren Hajessod formell auf diesem Boden. Wir fordern aber von den Keren Hajessod-Zahlern und von allen, die das Palästina-Aufbau-Werk verwalten, nicht nur die Anerkennung der Balfour- Deklaration, die von draussen kommt, sondern die Anerkennung der Notwendigkeit des Aufbaues des jüdischen Erez Israel. (Lebhafte Unruhe.) Geehrte Kongressdelegierte! Sagen Sie selbst: Von weichem Momente an hat es der Zionisten-Kongress von einem Schekelzahler zu fordern, dass er eine nicht jüdische, sondern eine englische Deklaration unterschreibe? Die Direktoren des Keren Hajessod sollten diesen Vorschlag der Zeire Zion, der auch von den Poale Zion unterstüzt wird, nur begrüssen. Ich wundere mich darüber, wie Herr Dr. Halpern als .Direktor des Keren Hajessod, der von den Massen Steuer verlangt, ihnen den Eintritt in die fewish Agency verwehrt, weil dies, wie ihm scheint, im Widerspruch mit den durch den Kongress angenommenen Resolutionen steht. Wenn es wirklich ein Widerspruch ist, dann beweisen Sie damit die Gefahr der Resolutionen, die wegen zweier oder dreier problematischer Personen die grossen Massen abstossen. Ich denke aber, dass es nicht die Absicht der heutigen Kongressmehrheit war, sie abzustossen, sondern nur auch Einzelne zu gewinnen. Dann soll man an unserem Vorschlag nicht vorbeigehen. Das wird nur der Keren Hajessod-Arbeit schaden, ebenso wie es nur schaden kann, wenn Sie den Waad Leumi, der die einzige demokratische jüdische Repräsentanz ist, nicht in die Jewish Agency einladen. Vizepräsident Motzkin: Es liegt ein Antrag der Zeire Zion und Poale Zion vor, dessen Inhalt Sie bereits kennen. Ich höre, dass auch die Keren Hajessod-Kommission einen ähnlichen Antrag hat, andererseits mache ich darauf aufmerksam, dass es in dem Punkte 3 der angenommenen Resolution heisst: „Zu diesem Zwecke wird die Exekutive ermächtigt usw.", so dass eigentlich die Exekutive im Einvernehmen mit dem Actions-Comite den Council zu bilden hätte. Die Annahme des jetzt vorliegenden Antrages würde nun bedeuten, dass man verschiedene Dinge vorausnehmen will. Jetzt frage ich Sie: Wollen Sie noch eine Debatte über diesen Punkt? (Rufe: Nein!) Wer gegen die Debatte ist, bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! (Nach einer Pause:) Es kann also eine Debatte darüber nicht mehr stattfinden. Delegierter Dr. Mossinsohn (hebräisch): Ich beantrage, den Antrag zu teilen, da einzelne Delegierte wohl für die Aufnahme von Vertretern des Waad Leümi, nicht aber für die von Vertretern des Keren Hajessod stimmen wollen. Vizepräsident Motzkin: Herr Rosenblüth hat den Antrag auf Überweisung der Resolution Mereminski (s. o. S. 426) an die Exekutive gestellt. Das ist der weitestgehende Antrag und ich bringe ihn zur Abstimmung. (Nach der Abstimmung:) Der Antrag ist angenommen. (Rufe: Zählen!) Wenn Sie die Abstimmung bezweifeln, so werden wir noch einmal darüber abstimmen. (Nach neuerlicher Abstimmung :) Der Antrag des Herrn Rosenblüth auf 428

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