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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 427

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 427 (sequence 450)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5558-3481703
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Mitglied des F. und W.-Rates Dr. Halpern (deutsch): Herr Vorsitzender, ich bitte um eine authentische Interpretation des Ausdruckes „ködern kol" (vor allem), der in dem Zusatzantrage vorkommt. (Zwischenrufe.) Die Sache ist überaus ernst. Sie müssen sich darüber klar werden, was dieses Amendement bedeutet. Wenn es hier heisst, dass in erster Reihe die nichtzionistischen Mitglieder der Jewish Agency den Kreisen der Beitragsleistenden zum Keren Hajessod zu entnehmen sind, so wird sich nachher sehr bald ein Interpret finden, der sagen wird, dass man an die anderen gar nicht herantreten darf. (Del. Grünbaum: Plutokratie ist Ihnen wichtiger!) Herr Grünbaum, jetzt werde ich Ihnen etwas sagen. In den Beschlüssen, die wir soeben angenommen haben, steht, dass wir keinerlei Leute heranziehen dürfen, die nicht auf dem Standpunkte der Balfour-Deklaration stehen. Wo ist die Garantie, dass jeder, der zum Keren Hajessod beiträgt, auf dem Standpunkte der Balfour-Deklaration steht? (Beifall und lebhafte Zwischenrufe.) Meine Herren, Sie werden mir schon erlauben müssen, nachdem ich mich ein volles Jahr mit diesen Problemen beschäftigt habe, über diese Dinge eine Meinung zu haben, die wahrscheinlich ebenso durchdacht ist wie die eines anderen. Ich anerkenne durchaus die Möglichkeiten, die im Keren Hajessod liegen, und ich weiss es und habe es oft ausgesprochen: Man kann die ganze Palästina-Aufbauarbeit mit Erfolg in den Keren Hajessod legen. Aber man muss wissen, was man tut. Schafft man eine Jewish Agency und will in diese Jewish Agency die anderen Juden hereinziehen, dann muss man auch klare Verhältnisse schaffen und muss den anderen Juden in ihren Organisationsformen, wie wir es eben beschlossen haben, die Möglichkeit geben, unsere Partner in der Jewish Agency zu werden, und dann muss der Keren Hajessod das Finanzinstrument dieser Jewish Agency sein. Es ist das nicht etwas gegen den Keren Hajessod, und verwechseln Sie nicht immer die Prinzipien des Keren Hajessod mit den Agitationsmomenten, die dem einen oder dem anderen von Ihnen im Augenblick einfallen. Schaffen Sie nicht jetzt künstlich drei Gruppen: der Zionisten, der zum Keren Hajessod Beitragenden und der anderen Juden. Das ist eine ganz falsche Konstruktion, (Ruf: Wie stellen Sie sich die anderen Juden vor?) Das steht in der Resolution, die Sie abgelehnt, aber wir angenommen haben. Ich bin bereit, dem zuzustimmen, was Dr. Rosenblüth hier gesagt hat, dass man diesen Antrag der Exekutive als Material überweist. Vor allem muss dieser Gedanke, wenn man überhaupt auf ihn eingeht, in eine Form gebracht werden, die den andern das Hinzutreten nicht unmöglich" macht. Ich behaupte aber, dass man in dieser Form, wie der Antrag hier vorgelegt wurde, die Verhandlungen mit den anderen gärnicht beginnen kann. Deshalb scheint mir dieser Antrag überhaupt im Widerspruch mit den von uns angenommenen Resolutionen zu stehen. Mitglied des A. C. Israel Mereminski (jüdisch): Zunächst eine Antwort auf die Frage, was „ködern kol" bedeutet. Wir sind auf dem Kongress, wir haben uns an der Abstimmung der Resolutionen betreffend die Jewish Agency beteiligt, wenn wir auch dagegen gestimmt haben, wie wir überhaupt gegen die Verpachtung des Zionismus weiter kämpfen werden. Der Kongress hat aber einen Beschluss gefasst und wir wollen nun, soweit als möglich, die Situation verbessern. Wir sagen darüber: Ihr habt in Eurem Beschlüsse Organisationen, Judenheiten, verschiedene Körperschaften genannt, aber Ihr habt ein Element vergessen, das zu Palästina und zu Euch, ohne auf irgendwelche Einladungen zu warten, selbst gekommen ist: die Zahler zum Keren Hajessod, die Euch Geld für den wirtschaftlichen Aufbau Palästinas gebracht haben (lebhafter Beifall) und die deshalb „ködern kol" in den Rat der Jewish Agencyeintreten sollen. Da das nun vergessen wurde, muss der Kongress diesen Fehler verbessern. Der Keren Hajessod-Zahler war der erste in der Geschichte des Zionismus, der mit einer Steuer gekommen ist, die uns Erez Israel aufbauen hilft. Das ist doch etwas mehr, als die abstrakte 427 t

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