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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 418

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 418 (sequence 441)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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* des jüdischen Volkes, nicht einberufen können, dann müssen wir in die Länder gehen und von unten herauf arbeiten. Wir müssen zu den Juden in verschiedenen Ländern gehen, wir müssen sie sammeln und Konferenzen schaffen, die sich dafür aussprechen, dass sie mitarbeiten und für Erez Israel mitkämpfen wollen. Diese Vertreter der Judenheiten der verschiedenen Länder haben das Recht, solange der Weltkongress noch nicht einberufen ist, sich mit unserem zionistischen Actions-Comite zusammenzuschliessen und den Council, den Rat der Jewish Agency, zu schaffen und die Jewish Agency zu wählen, die dann solidarisch verantwortlich sein soll. Das ist im zweiten und dritten Punkte unseres Antrages ausgedrückt. Wenn Sie Organisationen einladen, dann sind Verhandlungen mit ihnen nötig, dann stellen Sie sich auf denselben Boden wie sie und müssen als Gleiche mit Gleichen unterhandeln. Wenn Ihr das aber tut, dann müsst Ihr notwendigerweise Kompromisse machen. Man hat davor in der Mehrheitsresolution Furcht gehabt und sich dagegen verwahrt. Diese Organisationen werden wohl das Mandat anerkennen, sie sind aber weit von unserem nationalen Geiste, sie sind weit vom Prozesse des Auflebens des jüdischen Volkes. Dann wird man mit ihnen Kompromisse machen müssen. Auf dem Wege aber, den wir vorschlagen, werden alle jene, die mitarbeiten wollen, zu uns kommen, werden ihre Vertreter wählen, und Sie haben dann die Möglichkeit zu bestimmen, wie gross das Mass der Rechte ist, das Sie dieser Vertretung einräumen wollen. Wird das gelingen, so werden wir eine grosse autoritative Körperschaft bekommen, welche in Wahrheit im Namen des jüdischen Volkes wird reden können, und wir werden ihr grosse Rechte einräumen. Wird es nicht gelingen, so haben wir weniger autoritative Vertretungen, dann wird das Mass des Rechtes, das wir abtreten wollen, kleiner. Das ist im Punkt 3 unserer Resolution ausgedrückt, worin gesagt ist, dass das Actions-Comite das Mass der Rechte bestimmt. Man hat in der Debatte gesagt, dass wir nicht in allen Ländern dieselbe Methode anwenden können. Wir sagen auch nicht, dass in jedem Lande unter den gleichen Bedingungen gearbeitet werden muss. Aber die Vertretung, welche zur Jewish Agency herangezogen wird, darf nur von der Judenheit des gegebenen Landes bestimmt werden. Und schliesslich: wir schlagen Euch kein Provisorium vor. Wir schlagen vor, dass, wenn das nicht durchgeführt wird, die Zionistische Organisation die Trägerin der Rechte und Pflichten der Jewish Agency bleibt. Damit wollen wir sagen, dass wir nun einen Teil unseres Rechtes abtreten können und dass wir immer die Hüter der ganzen Sache bleiben und sie nie aufgeben werden. Erlaubt mir noch eine Bemerkung und damit will ich schliessen. Wenn Ihr die Mehrheitsresolution annehmt, so muss die Exekutive unterhandeln, sie wird alles machen, und wir, die Träger der Bewegung, die Landesorganisationen, wir werden warten, bis wir verständigt werden, ob die Verhandlungen gelungen sind oder nicht. Wenn Ihr aber unsere Resolution annehmt, dann werdet Ihr Leben in die Zionistische Organisation hineintragen (Lebhafter Beifall), dann werdet Ihr den Zionistischen Organisationen, welche in vielen Ländern blosse Geldsammelapparate geworden sind, eine Arbeit geben und Ihr werdet ihnen die Möglichkeit geben, mit einer neuen Losung zu den jüdischen Massen zu kommen. Wenn die Arbeit so gemacht werden wird, so wird sie uns auch finanziell stärken, weil wir bei jeder Bewegung auch finanzielle Resultate bekommen. Ihr habt also die Wahl. Entweder nehmt Ihr die Resolution der Mehrheit an (Rufe: Gewiss!) — das weiss ich leider. Es ist schon ein Block da zwischen den Misrachi und den Vereinigten Landsmannschaften, das weiss ich voraus, aber Ihr habt die Wahl, uns heute mit Euren Beschlüssen zu sagen: Entweder gehen wir weiter auf dem Wege, welchen H e r z 1 betreten hat, als er sich gesagt hat „Acheronta movebo", oder wir gehen auf dem-Wege der ICA, des Joint und aller anderen Komitees. Wir wollen dagegen auf der Basis der Volksmassen bauen und den Prozess der Auflebung des jüdischen Volkes weiterführen auf der Basis eines konstituierten Prinzips der Verantwortung vor 418

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