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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 413

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 413 (sequence 436)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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sation, den Anfang der Verwirklichung dieser Sehnsucht, die Athchalta de Geulah dem jüdischen Volke vermittelt haben, so haben wir doch damit nicht eine Monopolstellung für uns erwerben wollen. Wir werden selbstverständlich nie auf die historische Anerkennung des Verdienstes verzichten, dass der Wiedergewinn Palästinas unser Werk ist; wir wollen aber nie sagen, dass wir als Zionistische Organisation die Eigentümer, die Herren von Palästina sind. Erez Israel ist eben Erez Israel, das Land Israels. Das haben wir schon damals angedeutet, ja, in ausdrücklichen Worten ausgesprochen, als noch keine Spur eines Druckes auf uns ausgeübt wurde. Und nun haben wir es nachher auf der Konferenz in London und auf der Karlsbader Jahreskonferenz beschlossen. Aber der Kongress mit seiner ganzen Autorität hat noch nicht ein Wort darüber ausgesprochen. Heute geschieht es zum ersten Male. Wenn bisher der Weltkongress nicht einberufen wurde, so ist dies wahrhaftig nicht die Schuld derer, die es zu machen hatten, sondern einfach die Schuld der Verhältnisse. Das Bewusstsein und das Gewissen der weitesten Massen des jüdischen Volkes ist noch nicht genügend aufgerührt. Die Eigenbrötelei der verschiedenen Parteien und Organisationen ist noch heute viel stärker, als das Interesse der Gesamtheit. Obwohl wir immer in unserer Organisation Tür und Tor allen jenen öffnen, die mit uns arbeiten wollen, kommen sie nicht zu uns. Wir wollen nun den Versuch in der Weise machen, dass wir ausserzionistische Faktoren heranziehen. Ich sage ausdrücklich ausserzionistische und nicht a n t i zionistische. Wir sagen es hier expressis verbis : Wir wrerden uns nicht mit denen in Verhandlungen einlassen, die eine antizionistische Gesinnung haben. Wir fordern eben die Anerkennung des nationalen Charakters der jüdischen Heimstätte in Palästina, was uns die Balfour-Deklaration, das Mandat und was uns zu allererst unser eigenes Programm dogmatisch gegeben hat. Wir haben uns aber entschüessen müssen, die ersten Schritte auf dem Wege zu machen, der zu dem Endziele der Zusammenfassung des ganzen jüdischen Volkes führt. Denn bis der jüdische Weltkongress einberufen werden kann, bis die Realitäten des Lebens die breiten Massen, die verschiedenen Organisationen des jüdischen Volkes gezwungen haben werden, sich zum grossen Werke zusammenzuschmieden, bis wir das Gewissen der weiten Massen, die noch ausserhalb der zionistischen Reihen stehen, aufgerührt haben, kann das Leben nicht warten. Das Leben strömt vorwärts und wir brauchen eine Stärkung und einen Zufluss an Kräften, an politischem Einfluss und auch an Geldmitteln. Freilich, für all das verkaufen wir garnichts. Wir wollen nur Mitarbeit. Nicht ein Tüpfelchen von der Ideologie und den Grundsätzen des Zionismus soll geopfert werden. Es gibt keine Summe auf der Welt, für die man bei uns auch nur ein einziges Tüpfelchen unserer Ideologie kaufen könnte. Ich glaube, dass hier in diesem System von Resolutionen, die ein Ganzes bilden, ein aufgebautes organisches Gebilde, Garantien gegeben sind, die nötig sind, damit das Werk, das wir unternehmen, der Versuch, den wir machen wollen, gelinge — ohne den allergeringsten Schaden und mit dem Maximum von Nutzen für die zionistische Bewegung. Und nun gestatten Sie, dass ich Ihnen im Zusammenhange diese R esolutionen verlese (liest): 1. Der Kongress bestätigt den von früheren zionistischen Konferenzen gefassten Beschluss bezüglich der Einberufung eines jüdischen Weltkongresses für den Aufbau Palästinas als jüdischnationaler Heimstätte und erklärt, dass auf die von dem Weltkongresse, der möglichst im Laufe der nächsten drei Jahre einzuberufen ist, gewählte Jewish Agency die Rechte der Zionistischen Organisation — gemäss Artikel 4 des Palästinamandates — übertragen werden sollen. 2. Um aber schon jetzt, bis zur Einberufung des jüdischen Weltkongresses, den breiten Schichten des jüdischen Volkes die Mös- 413.

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