Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 389 (sequence 412)
- Language
- German, English, Hebrew
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diesem Budget den ersten Schritt in der Richtung machen, den städtischen Arbeiter durch Anlage von vorstädtischen Siedlungen in der Stadt zu halten. Vizepräsident Motzkin:. Wünschen Sie, dass über den ganzen Komplex der Fragen eine Generaldebatte stattfinden soll? (Rufe: Nein!) Da eine solche nicht gewünscht wird, so kommen wir zu den einzelnen Punkten. Delegierter F. S. Retter (Misrachi-Oesterr^;-J-1 deutsch): Ich erhebe Einspruch dagegen, dass* die Anträge in den Subkommissionen und nicht in der Gesamtkommission erledigt wurden. Die Anträge müssen vorerst der vollen Palästinakommission zur Behandlung übergeben werden. Vizepräsident Motzkin: Ich werde darauf aufmerksam gemacht, dass alle diese Vorschläge nur in der Subkommission durchberaten wurden, nicht in der Gesamtkommission, woher sie hätten kommen müssen. Ich frage den Vorsitzenden der Palästina-Kommission, wie nun die konstitutionelle Lage beschaffen ist. Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates S. Schocken (deutsch): Es besteht eine Palästina-Gesamtkommission, die aber nach der ersten konstituierenden Sitzung nicht getagt hat, weil kein Anlass hiezu vorlag. Genau so wie bei früheren Kongressen haben die einzelnen Subkommissionen, die ganz getrennte Gebiete haben, selbständig gearbeitet und tragen hier die einzelnen Ergebnisse vor. Es lag keinerlei Antrag bei mir als Vorsitzendem der Hauptkommission vor, dass eine solche Beratung in der Gesamtkommission stattfinde. Vizepräsident Motzkin: Es ist hier eine konstitutionelle Frage vorhanden, über die der Kongress zu entscheiden haben wird. Die Palästinakommission hat sich in vier Subkommissionen geteilt. Diese vier Subkommissionen haben Resolutionen beschlossen, welche bereits unsere Resolutionskommission passiert haben, wobei zugleich die Budgetkommission befragt wurde. Jetzt ist die Frage, ob wir diese Anträge als legal eingebracht betrachten sollen oder ob wir alle diese Anträge noch einmal an die Gesamtkommission zurückverweisen sollen. Es ist klar, dass an sich der Vorgang so sein müsste, aber ich will nun wissen, was unter den jetzigen Umständen zu geschehen hat. Wenn das alles an die Gesamtkommission zurückgeht, würden wir es heute nicht bekommen und keine Zeit mehr zur Beratung haben. Darum glaube ich, dass wir keinen anderen Ausweg haben, als die Anträge gleich in Verhandlung zu nehmen. Wir werden nun darüber abstimmen, ob die Anträge an die Gesamtkommission zurückgehen oder ob über sie gleich abgestimmt werden soll. Wer dafür ist. dass wir die Anträge gleich in Verhandlung ziehen, den bitte ich, die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe l (Nach einer Pause:) Der Antrag.ist angenommen. Damit gehen wir zur Debatte über die einzelnen Vorschläge über. Zuerst kommen wir zu den Fragen über landwirtschaftliche Kolonisation. Herr Dr. Schmorak, Sie haben in Ihren Vorschlägen eine Reihe von Summen genannt. Sind diese von der Budgetkommission bereits in endgültiger Weise genehmigt worden? Referent Delegierter Dr. Emil Schmorak: Die Budgetkommission hat im Laufe der Beratungen verschiedene Summen für landwirtschaftliche Kolonisation zugewiesen. Heute vormittags war ich in der Sitzung der Budgetkommission und da sagte mir ein Herr, der es wissen" muss, dass die Budgetkommission einen Betrag von 125.000 Pfund bestimmt hat. Ich habe also diesen Betrag in unsern Vorschlag eingesetzt. Unmittelbar nach meinen Ausführungen teilte mir der Vizepräsident 389