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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 387

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 387 (sequence 410)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5518-3481663
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nehmern einer grosszügigen Entwicklung von Handel und Industrie häufig •genug hindernd im Wege standen. Es heisst ferner im zweiten Absätze dieser Resolution: Der Kongress beauitragt die Exekutive, bei der palästinensischen Regierung die notwendigen Schritte zu unternehmen, um die erforderlichen Aenderungen des Zolltariies in Palästina zu erwirken, damit die Lage der Industrie in Palästina verbessert werde. Die nächste Resolution lautet: 4. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, die* Zahl der Juden in Palästina möglichst zu vergrössern, bewilligt der Kongress für die Anlage von vorstädtischen Siedlungen einen für 500 Familien veranschlagten Beitrag von 20.000 Pfund. Dieser Antrag bedarf einer besonderen Begründung, zu der Herr •Rem es sich zum Worte melden will. Ich will nur k.irz erwähnen : Wenn wir die Ziffern hören, welche für landwirtschaftliche Kolonisation und deren Unterstützung in Anschlag gebracht werden, und andererseits berücksichtigen, dass die Verbesserung der Lage der jüdischen Einwohner in den Städten, insbesondere in Jerusalem, Jaffa und Tel Awiw, durchaus notwendig ist und dass sie durch Anlage von vorstädtischen Siedlungen viel billiger bewerkstelligt werden kann; wenn wir insbesondere berücksichtigen, dass man 500 Familien mit einer Unterstützung von 40 Pfund pro Familie die Möglichkeit geben kann, zu ihrer Existenz einen wesentlichen Beitrag zu erhalten und sich fest anzusiedeln, — so zeigt das allein schon, welche Perspektiven sich eröffnen, wenn wir die Anlage von vorstädtischen Siedlungen forcieren. Es ist gedacht, fünfhundert Familien die Möglichkeit zu geben, sich auf J. N. F.-Boden ein .kleines Anwesen zu schaffen, um auf diese Weise ihre Existenzmöglichkeit zu verbessern. Die Kommission hat gebeten, auch für den Fall, dass die Budgetkommission dieser Forderung nicht genügend Rechnung tragen sollte, diesem Punkte Ihre besondere Aufmerksamkeit zuzuwenden. Der zweite Absatz dieses Antrages lautet: Bei der Zuteilung von Boden des Keren Kajemeth Lejisrael ist nicht nur auf landwirtschaftliche, sondern auf vorstädtische Siedlungen, insbesondere auf Kleinsiedlungs- und kleinindustrielle Anlagen Bedacht zu nehmen. Dieser Antrag begründet sich wohl nach dem Gesagten von selbst. Jetzt kommt der letzte Antrag der Kommission, den ich bitte, genauer erwägen zu wollen. Es handelt sich um folgendes: Die Kommission hat die Ueberzeugung gewonnen, dass es nicht möglich ist, auf einem Kongress, wie es dieser ist, und auf einem Kongresse überhaupt, ein genaues Bild über den Stand der Siedlungsarbeiten, die Entwicklungsmöglichkeiten, die rationelle Arbeit u. s. w. zu gewinnen. Die Kommission hat insbesondere die Ueberzeugung gewonnen, dass es durchaus notwendig ist, die Frage, ob die Arbeit in Erez Israel einer Reorganisation bedarf, einer gründlichen Prüfung zu unterziehen. Es ist übrigens interessant, dass Herr Dr. Wr eizinann gestern abends gleichfalls in dieser Richtung Andeutungen gemacht hat, ohne die Beschlüsse der Kolonisationskommission zu kennen. Die Kommission .hat Ihnen einen Antrag vorgelegt, welcher lautet: 5. Zur Herbeiführung eines engeren Kontaktes zwischen Erez Israel und der Diaspora und zum Zwecke der Sammlung von Anregungen für eine Intensivierung der Siedlungstätigkeit hält der Kongress die Einberufung einer Kolonisationskonferenz um Pessach des nächsten Jahres für zweckmässig und beauftragt die Exekutive, im Einvernehmen mit den in Erez Israel tätigen Fachleuten iür Landwirtschaft, „ Industrie und Handel einen einheitlichen Auibauplan auszuarbeiten, Die Zusammensetzung der Kolonisationskonferenz, welcher dieser Plan vorzulegen ist, bestimmt die Exekutive im Einvernehmen mit dem Actions-Comite. Auf Grund der 387

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