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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 385

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 385 (sequence 408)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5516-3481661
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liehen und weiblichen Chaluzim aui dem Gesamtgebiet der landwirtschaftlichen und gärtnerischen Tätigkeit ist in der Diaspora aufs weitgehendste zu fördern. VI. Mit Rücksicht auf die Notwendigkeit, die Zahl der Juden in Palästina möglichst schnell zu vermehren. Ist die vorstädtische Kolonisation als Gartenstadt. Handwerker- und Häusersiedlung in möglichst grossem Umfange durchzuführen. Der Förderung der gewerblichen und handwerklichen mittellosen Einwanderung ist mehr als bisher Beachtung und Bereitstellung von Mitteln zu gewähren. Hoher Kongress! ich bitie sie, diese meme Vorschläge, wenn Sie sie annehmen, in ihrer Totalität als einen Antrag anzunehmen. Es ist hier der Versuch gemacht, durch einzelne Sätze zu einem Systeme der Kolonisation zu kommen. Einzelne dieser Vorschläge sind sowohl in der Palästinakommission als auch in anderen Kommissionen angenommen worden. Es ist auch bisher in Palästina vieles gut gemacht worden. Da aber manches schlecht gemacht ist, vieles versäumt und vernachlässigt wurde, kommen wir nicht zu einem Erfolge der Kolonisation. Ich glaube Ihnen durch meine Anträge einen Weg gezeigt zu haben, wie man landwirtschaftlich zu besseren Resultaten kommen kann. Die Gefahr, dass wir durch diese strenge Auswahl der Siedler zu wenig Massen nach Palästina bekommen werden, lässt sich auf künstlicHem Wege nicht beseitigen, sondern ich empfehle Ihnen, obwohl ich als Landwirt in der Hauptsache für landwirtschaftliche Kolonisation bin, die Massen vorläufig mit kleineren Mitteln in die Städte, in die Kolonien, in die Vorstädte und Vorkolonien zu bringen. Sie werden auf künstlichem Wege keine Landwirte schaffen. Sie müssen eine Auswahl durchführen. Damit Sie aber die Möglichkeit haben, genügende Flächen an Boden zu erwerben, genügt dafür die extensive Form der Bewirtschaftung, die Sie mit viel kleineren Mitteln weiterführen können als bisher. Ich möchte nun Ihre Zeit nicht länger in Anspruch nehmen und bitte Sie, diese Vorschläge insgesamt anzunehmen. Sie bedeuten an sich nichts Neues, sie geben nur in ihrer Gesamtsumme ein Ziel und ein System landwirtschaftlicher Kolonisation. (Beifall.) Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongress! Ich habe, nachdem ich auch die Anträge über städtische Siedlungen gelesen habe, den Eindruck gewonnen, dass wir gleich im Anschlüsse auch diese Anträge hören, weil sich manches berührt und deckt. Darum erteile ich das Wort dem Herrn Dr. Kufeisen zum Berichte der Kolonisationskommission über städtische Siedlung. Berichterstatter Delegierter Dr. Josef Ruf eisen (Tschechoslowakei, deutsch): Hoher Kongress! len will mich darauf beschränken, Ihnen die Anträge der Subkommission für städtische Siedlung, Handel und Industrie vorzulegen und nur dort, wo es unbedingt nötig ist, eine kurze Begründung anzufügen. Ich glaube, die Formulierung der Anträge wird die Anträge selbst genügend begründen. Die erste Resolution lautet (liest): 1. Handels- und Industrieabteilung. Der X11L Zionistenkongress betont die Wichtigkeit der Entwicklung von Handel und insbesondere der Industrie für die Verbesserung der ökonomischen Verhältnisse im Lande und die Verstärkung der Einwanderungsmöglichkeiten und beauftragt die Exekutive, diesem Teil der Siedlungstätigkeit ein besonderes Augenmerk zuzuwenden. Für die Durchführung des Planes des Departements für Handel und Industrie, insbesondere für die Ergänzung des auf Grund des Beschlusses ämr letzten Jahreskonferenz in Karlsbad geschaffenen Industriefonds, für die Einführung von Kleinindustrien in den Kolonien, für die Verstärkung der jüdischen Elemente in den Städten, insbesondere Gazah, Hebron und Beerscheba, für För- 25

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