Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 373 (sequence 396)
- Language
- German, English, Hebrew
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heiten — ist insoweit möglich und wünschenswert, als Zinsen und Amortisation gesichert sind. 11. Eine Anleihe grossen Stils kann besondere Bedeutung iür das Kolonisationswerk gewinnen, sofern ausreichende Deckung vorhanden, Zinsendienst und Amortisation gesichert ist und die Verwendung eine genügende Durchschnittsrentabilität des Gesamtkapitals gewährleistet. 12. Das Arlosoroffsche Projekt, das die Aufbringung einer derartigen Anleihe auf der Grundlage kollektiver Garantie zum Zwecke der Schaffung eines grossen Kolonisationstrusts vorschlägt, ist Gegenstand eines besonderen Gedankenaustausches im finanzpolitischen Ausschuss gewesen. Ob dieses Projekt den Ausgangspunkt für eine Anleihe bilden kann, muss in der Weise festgestellt werden, dass der Finanz- und Wirtschaftsrat zunächst Gutachten fachlicher Autoritäten einholt und, wenn es auf Grund der Gutachten angebracht erscheint, informative Verhandlungen mit Bankiers aufnimmt. 13. Voraussetzung für eine systematische Förderung der privaten und genossenschaftlichen Wirtschaftstätigkeit ist die Schaffung einer mit umfassendem Material versehenen Informationszentrale in Palästina, die in Form einer Societe d'etudes errichtet werden könnte. Im Galuth müssen dieser Zentrale Palästinawirtschaftsstellen entsprechen, die je nach Zweckmässigkeit einzelne Länder oder grössere Wirtschaftsgebiete zu bearbeiten haben werden. Ihre Aufgabe ist vor allem die Erteilung von Informationen über Handel, Industrie, Handwerk. Bodenkäufe. Hauskäufe usw. in Palästina. Abgelöst von diesen dreizehn Richtlinien, die wir festgestellt haben, hat sich der finanzpolitische Ausschuss gezwungen gesehen, Ihnen eine besondere Resolution budgetpolitischer Natur vorzutragen, weil sie seiner Meinung nach eine entscheidende Bedeutung für die Gestaltung des Palästinabudgets besitzt: Diese Resolution, die wir Ihnen zur Annahme empfehlen, ist folgende (liest): Resolution. Im Budget für Palästina sollen die unmittelbar produktiven Ausgaben den Vorrang haben. Ich möchte noch einmal betonen, dass die Richtlinien, die wir Ihnen zur Weitergabe an die Exekutive und an das A. C. empfehlen, nicht Mehrheitsbeschlüsse sind, sondern versucht haben, die hauptsächlichsten Meinungen zusammenzufassen. Wenn Sie einen Blick auf das Plenum werfen, so werden Sie sehen, dass der Kongress in seiner heutigen Form der Arbeitsmethode nicht das geeignete Forum ist, um diese sachliche Ueberarbeit zu leisten. Auch der finanzpolitische Ausschuss hat unter dieser Arbeitsmethode gelebt; er hat in der Ueberzeugung, dass es sich nur um einen Anfang handeln könne, so gearbeitet, dass nach dem Kongresse die Arbeit sehr ernst und gründlich fortgesetzt werden muss. (Beifall.) Vizepräsident Motzkin: Ich habe Herrn Dr. Arlosoroff so verstanden, dass die Beschlüsse des finanzpolitischen Ausschusses, die hier vorliegen, der künftigen •Exekutive zur Bearbeitung und Berichterstattung an das Actions-Comite übergeben werden. Ich nehme an, dass der Kongress damit einverstanden ist. Ist jemand dagegen? (Nach einer Pause:) Damit ist mein Vorschlag angenommen. Das Wort zu dem Berichte der Nationalfondskommission hat nunmehr Herr Dr. Schachtel. Berichterstatter Delegierter Dr. Schachtel: Sie haben gestern die Drucklegung der Resolutionen des Keren Kajemeth gewünscht. Die Drucklegung ist erfolgt und die Exemplare liegen vor. Die erste Resolution (s. o. S. 338) ist, wie Sie wissen, gestern angenommen worden. Es blieben zurück die zweite und dritte Resolution Ks. o. S. 339) und auf Grund neuer Vereinbarungen mit der Keren Ha- 373