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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 346

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 346 (sequence 369)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5477-3481622
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Anträgen von Ihnen kein Geld zu verlangen. Der Kongress soll nur seinen guten Willen aussprechen gegenüber zwei Unternehmungen, über die ich ein paar Worte sagen werde, bevor ich die ^Anträge stelle. Es ist kaum nötig, den Mitgliedern dieses Kongresses über die Bedeutung von Ausgrabungen und archäologischen Forschungen in Palästina zu sprechen. Alle von Ihnen wissen, dass die A u s g r a b u ng e n, z. B. in Assyrien, Babylonien, Aegypten und anderen Ländern in den letzten fünfzig Jahren unsere Auffassung von der Geschichte revolutioniert haben und dass alle diese Ergebnisse auf die Beurteilung der Vergangenheit des jüdischen Volkes grossen Einfluss haben. Im Heiligen Lande sind mehrere Vereine und Gesellschaften seit Jahrzehnten tätig und führen Ausgrabungen und andere archäologische Forschungen durch. Ich brauche nur die berühmte Gesellschaft „Palestine Exploration Fund" in England und den „Palästinaverein" in Deutschland zu nennen. Seit dem Frieden wurde die British Schoo! for Arohaeology gegründet, und es ist notwendig, dass wir Ztfonisten uns auch an der Aufdeckung der jüdischen Vergangenheit beteiligen. Es ist schon lange notwendig, dass solche Forschungsvereine existieren. Seit zwei Jahren existiert unter dem Namen „Jewish Palestine Exploration Society" ein Verein. Direktor dieser Gesellschaft ist der unermüdliche Professor SI o u c h z in Paris. Er hat viele Opfer gebracht, um diese Arbeit zu unternehmen und zu fördern, und ihm und seinen Mitarbeitern ist es gelungen, mehrere bedeutende Funde zu machen, zu denen auch die Auffindung der Synagoge bei Tiberias gehört. Herr Professor Slouchz wird vielleicht selbst später ein paar Worte über das Ergebnis seiner Forschungen berichten. Daher beschränke ich mich darauf, Ihnen vorzuschlagen: 7. Der Kongress begrüsst die Gründung der Jewish Palestine Exploration Society und nimmt mit Genugtuung von ihrer Tätigkeit Kenntnis. (BeMail) Von der Vergangenheit wenden wir uns zur Gegenwart und zur Zukunft, und der Kongress wird wissen, dass in Jerusalem der Waad Halaschon tätig ist, der dafür sorgt, dass das Hebräische in seinen neuen Formen und seiner Weiterentwicklung an der »Reinheit und an der Klassizität der Sprache keinen Schaden erleidet. Ich erwähne, dass Ben Jehuda einer der Begründer des Waad Hatfaschon war-. Ich schlage Ihnen vor: 8. Der Kongress erkennt die Bedeutung des Waad Halaschon in Jerusalem an und empfiehlt der Exekutive, seine Tätigkeit zu fördern. Es ist kaum nötig, noch weiter darüber Worte zu sprechen. Wir sind ein Volk der Gegenwart, das auf die Vergangenheit schaut und in die Zukunft blickt; möge unsere Zukunft unserer Vergangenheit würdig sein. (Beifall.) Vizepräsident Motzkin: Ich unterbreche diese Debatte wegen einer dringenden Erklärung, wdche Herr Professor C h a j e s hier im Namen der Vereinigten Landsmannschaften abgeben will. Mitglied des A. C. Prof. Dr. H. P. Chajes (mit lebhaftem Beifall begrüsst, spricht deutsch): % Im Namen der Vereinigten Landsmannschaften habe ich an Professor W -e i z rn a n n eine Botschaft zu bringen. Ehe ich meinem Auftrag entspreche, möchte ich doch einige Worte sagen, die es Ihnen erklären werden, warum ich diesen Auftrag übernommen habe- Ich denke, Sie werden es mir nicht übelnehmen, wenn ich mit einer vielleicht unparlamentarischen Oiffenbeit spreche. Ich will Ihnen erklären, warum ich — und ich denke, viele mit mir — gestern diesen Saal mit 346

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