Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 328 (sequence 351)
- Language
- German, English, Hebrew
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NEUNTER VERHANDLUNGSTAG 14. Sitzung Dienstag, den 14. August 1923. Beginn der Sitzung: 8 Uhr 20 Minuten abends. Vizepäsident Motzkin: Ich e r ö f f n e die 14. 5 i t z u n g des Kongresses. Auf der T a g e s o r d ai u n g steht der Vortrag des Herrn Rubaschow über die C h a 1 u z b e w e % u n g, dann der Bericht der j,-N.-F,-Kommission und der Bericht der K e r e n Ha j e s s o d - Kommission sowie der Bericht über die U n i v e r s j t ä t. Das Wort hat Herr K u b a s c h o w. Mitglied des A. C. Salman Rubaschow (jüdisch): Geehrter Kongress! Unter allen Elementen, die wesentlich sind zur Verwirklichung des Zionismus, hat keines so wenig Sorge dem zionistischen Denken und Tun 'bereitet wie die Frage der Menschen, welche nach Palästina gehen, sollen, um das Land aufzubauen. Die ganze geistige Anstrengung der zionistischen Weltbewegung wurde der Sicherung der r echtlic h e n Voraussetzungen zur Verwirklichung des Zionismus gewidmet. Die besten Kräfte der Bewegung sind gegenwärtig auf die Sicberstellung der f i n a n z i e 11 e n Voraussetzungen gerichtet. Mit einer vollständigen Sorglosigkeit wurde aber eine lange Zeit hindurch die Frage behandelt, wer eigentlich diejenigen sind, die nach Palästina gehen, ob sie Oberhaupt vorhanden seien, ob ihre Zahl genügend und ihre Qualität zufriedenstellend sei und was zu geschehen hat, damit ihr Hinübergehen zum Segen des Landes gereiche. Die zionistische Wek glaubte, dass, wenn die passende Stunde kommt, die Menschen sich von selbst in übergenügender Zahl von irgendwoher finden und die erwünschte Frucht bringen werden. Jetzt, nach der Erfahrung von drei oder vier Jahren der ' neu e n E1 n w a nderung, kann man mit Recht sagen, dass man sich in diesem Glauben nicht getäuscht hat. Ja, dies war vielleicht die einzige zionistische Hoffnung während der letzten fünf Jahre, in welcher wir uns nicht getäuscht haben. Für eine Weile haben sich, nur teilweise, die Tore Palästinas geöffnet und — bevor noeih die rechtlichen Voraussetzungen geschaffen und die genügenden Geldmittel gefunden wurden, bevor ein Plan ausgearbeitet worden ist und 328