Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 326 (sequence 349)
- Language
- German, English, Hebrew
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überflüssig!) Ueber die Leitung des Kongresses verfügt nach der Geschäftsordnung das Präsidium. Mitglied des A. C. Dr. Hantke (zu einer Anfrage): Ich richte an das Präsidium die Anfrage, wie das Präsidium am Mittwoch abends den Kongress zu Ende zu führen gedenkt. Der Kongress ist eine Tagung, die auf eine bestimmte Zeit einberufen ist. Es ist unmöglich, den Kongress endlos weitertagen zu lassen. Wir werden es sonst erleben, dass die Entscheidungen von denjenigen Leuten getroffen werden, die keine Zeit zu verlieren haben. Es gibt aber Leute, die nicht in der Lage sind, wenn sie zu einem Kongresse eingeladen werden, hier zweieinhalb Wochen zuzubringen. Diejenigen von uns, welche als Beamte im Dienste der Organisation stehen, haben auch etwas anderes zu tun, als hier auf dem Kongresse einen Tag länger zuzubringen als unbedingt nötig ist. Was der Herr Präsident soeben gesagt hat, genügt absolut nicht. Wir wissen ganz genau, dass die Beendigung des Kongresses nicht von der Tagung der Kommissionen abhängt. Die Kommissionen sind immer fleissig. Es hängt vielmehr von den berühmten Verhandlungen ab, die sich im Permanen zausschuss abspielen. Ich richte daher an das Präsidium das Verlangen, dass es seine Autorität wahre und den Permanenzausschuss zwinge, in sehr absehbarer Zeit mit den Arbeiten fertig zu werden. Wenn es notwendig war, über sieben Tage zu sitzen, bloss um zu dieser Abstimmung zu kommen, dann haben wir kein Vertrauen dazu, dass wir nicht weitere sieben Tage brauchen, um zur Wahl der neuen Exekutive zu kommen, wenn nicht das Präsidium seinen Einfluss geltend macht. Ich bin der Ansicht, dass das eine der wichtigsten Aufgaben des Präsidiums ist. Vizepräsident Motzkin: Es hängt hauptsächlich von den Kommissionen und absolut nicht vom Präsidium ab, wann der Kongress zu Ende sein wird. Der Permanenzausschuss ist auch nur eine Kommission. Heute gilt seine Tätigkeit der Frage der Jewish Agency. Vorläufig konstatiere ich, dass mit Ausnahme der J. N. F.-Kommission keine einzige Kommission mit ihren Arbeiten fertig ist, obwohl mehrere halbe Tage dafür bestimmt waren. (Ruf: Weil Sie nicht erlaubt haben, dass wir Sitzungen abhalten!) Ich muss das auf das entschiedenste zurückweisen. Die Zeit von Freitag nachmittag bis Montag früh war den Kommissionen eingeräumt. Wenn die Kommissionen mehr als vier halbe Tage brauchen, um Beschlüsse zu fassen, kann das Präsidium nicht vom Fleck kommen. Ich muss den Zwischenruf in bezug auf die heutige Nachmittagsitzung, den Herr Dr. W e 11 s c h gemacht hat, zurückweisen. Sie ist einberufen worden, weil dem Präsidium mitgeteilt wurde, dass heute nachmittag bereits der Bericht über das Absolutorium vorliegen wird. Das Präsidium kann nichts dafür, wenn der Permanenzausschuss nicht fertig geworden ist. Jetzt kommt es darauf an3 dass die Kommissionen intensiv arbeiten und nicht erst in der letzten Stunde mit dem Bericht kommen. Ich glaube, die Organisations- Kommission könnte morgen fertig sein. Mitglied des A. C. Dr. Hantke: Sie wissen, dass die Kommission nicht abschliessen kann, solange sie nicht weiss, welche Ansichten der Permanenzausschuss über die Leitung hat. Gerade das ist also ein falsches Beispiel. Vizepräsident Motzkin: Dann müssen also die I m m i g r a t i o n s- und die K e r e n H aj e s s o d-Kommission morgen fertig sein. Delegierter Dr. Arlosoroff: Wir sind gewiss nicht hierher gekommen, um nur politische Deklarationen abzugeben. Ich möchte aber von vornherein die neue Methode 326