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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 317

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 317 (sequence 340)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5448-3481593
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sogar in sechs oder acht Jahren keine dauernde Existenz zu schaffen imstande sind." Ich wiederhole: Wir müssen Einwanderung und E x i s t e n z b e s ch a f f ii'n^g 'koordinieren und müssen in demselben Masse, in dem die Einwanderer nach. Palästina kämmten, die sich nicht aus eigenen Mittein erhalten können, für ihre Ansiedlung als Produzenten in Landwirtschaft und Industrie sorgen. Einer der Vorredner hat gesagt, dass das beste Mittel, um Geld für Palästina tzu bekommen, das wäre, dass wir eine grosse Anzahl von Einwanderern nach Palästina bringen, auf die Gefahr hin, dass dort 50.000 Arbeitslose seien. Gerade durch eine solche nach Abhilfe schreiende Arbeitslosigkeit würde das jüdische Volk bewogen werden, grössere Mittel für Palästina zu geben. Ich zweifle, ob dieses Rezept richtig ist. Es scheint mir eine D es p er a d o - P o Ii t ik. Unser Menschenmaterial ist für uns zu wertvoll, als dass wir es einem solchen gefährlichen Versuche aussetzen könnten. Schon jetzt sind die Opfer unter den- C ha 1 uz im in Palästina nicht gering. Ich habe kürzlich erst eine Liste von fünfeig Chaluzim gelesen, die in letzter Zeit an Krankheit, durch Unfälle oder durch hinterlistige Ueberfälle ihr Leben hingegeben haben. Andere Völker errichten ihren im Kriege gefallenen unbekannten Soldaten Denkmäler. Das jüdische Volk wird, wie ich hoffe, einstmals diesen unbekannten, auf dem Felde der Arbeit gefallenen Chaluzim ein Denkmal setzen. Denn sie sind es, nicht 'diejenigen, die in den vordersten Reihen des Zionismus stehen, die in Wirklichkeit Palästina erbauen. Aber gerade weil es sich hier um so wertvolle Menschen handelt, dürfen wir nicht durch ein Hasardspiel in unserer Einwanderungspolitiik ihr Leben und ihre Gesundheit leichtfertig aufs Spiel setzen. Bei allem Enthusiasmus unserer Chaluzim können sie in Palästina nichts leisten, wenn sie nicht Arbeit und Essen haben. Wollen wir also eine grosse Zahl von Einwanderern nach Palästina bringen, so ist es nicht das Wichtigste, nach freier Einwanderung zu rufen, sondern an das jüdische Volk zu appellieren, dass es grössere Mittel für die Palästinaarbeit zur Verfügung stellt. Man hat im Laufe der Debatte unsere Palästinaar-beit kritisiert und sogar von einem Bankrott der Palästinaarbeit gesprochen. Ich behaupte dagegen, dass wir, was die Qualität unserer Arbeit in Palästina anbetrifft, niemals weiter vom Bankrott entfernt waren als gegenwärtig. Unsere neuen Ansiedlungen im Emek stellen in den Methoden der Ansiedlung und in der beruflichen Vorbildung der Ansiedler einen bedeutenden Fortschritt dar gegenüber allen früheren Ansiedlungen. Der Bericht des Herrn Etting er in dem Jahresbericht der Exekutive an den Kongress gibt Ihnen darüber Einzelheiten. Einer der besten landwirtschaftlichen Expierten in Palästina hat 'kürzlich über unsere neue Siedlung in Nah al al gesagt: 317

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