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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 276

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 276 (sequence 299)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5407-3481552
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(Redner liest einen Auszug aus der oben Seite 166—173 ■ wiedergegebenen Rede.) Ich könnte diese Ausführungen auf Grund der Beobachtungen, die ich in den letzten drei Monaten persönlich in Palästina gemacht habe, noch , ergänzen und ich frage: Wären solche Zustände möglich, wenn es In Jerusalem eine verständnisvolle Vertretung gegeben hätte, und die Antwort ist klar: Nein. Und wenn Sie mich fragen, weiche Vertretung so etwas verhindern könnte, welche Vertretung die bestehenden, Misstände aus dem Wege schaffen und bessere Zustände an ihre Stelle setzen könnte, so habe ich dafür bloss eine Antwort und die ist, dass nur der Mann, dem eine gütige Vorsehung es vorbehalten hat, die Erlangung der Anerkennung unserer Nationalität durchzusetzen, auch die Gabe besitzt, über die Ausführung der Versprechungen zu wachen, und das ist nur Dr. W ei z mann. Das ist die ganze Jewish Agency, die Sie nötig haben. Wenn Weizmann in Palästina und Sokolow in London arbeiten könnten, dann würden diese Misstände vielleicht bald aus dem Wege geräumt werden. Aber was soll Dr. Weizmann früher tun? Soll er da für unsere Rechte eintreten oder soll er bestrebt sein, dass die Menschen, für die. er eintritt, nicht Hungers sterben? Weizmann und Sokolow mussten nach Amerika betteln gehen, damit unsere Leute nicht Hungers sterben. Wenn Sie die Vertretung in Amerika durch die Leute erweitern, die die Mittel hergeben, so ermöglichen Sie es unseren Leitern, auf ihren Posten zu stehen. Die Herren, die fürchten, dass dadurch den Massen die Beteiligung entzogen werden könnte, möchte ich bitten, zu diesen Massen zu gehen und ihnen die Sache zu erklären. Versichert ihnen, dass niemand da ist., der ihnen die Beteiligung entziehen will. (Der Vorsitzende macht den Redner auf den Ablauf seiner Redezeit aufmerksam.) Ich muss mich der Weisung des Herrn Vorsitzenden fügen und schliesse damit: Wenn Sie die Sache vom Gesichtspunkte des einfachen, gesunden Menschenverstandes betrachten, dann ist die Jewish Agency sofort nötig und binnen kurzem möglich. Delegierter Feiwisz Benderski (Polen, Dror-Gruppe, hebräisch): Nicht die Frage der Jewish Agency in ihrer konkreten Formulierung hat uns zu beschäftigen, sondern die Frage der Wegrichtung des Zionismus, die Perspektiven unserer Bewegung. Die Meinungsverschiedenheiten in dieser Frage spalten das zionistische Lager über die ganze Front der zionistischen Probleme hin. Man hat die Losung eines allgemeinen jüdischen Weltkongresses als Mittel zum Fortschritt unserer Bewegung ausgegeben. Das ist nur eine der Illusionen, mit denen man das zionistische Lager beruhigen und beschwichtigen wollte. Für diese Losung waren viele von jenen zionistischen Kreisen, welche jetzt die ganze Schuld einzig und allein der Exekutive zuschreiben. Wir, die Föderation D r o r, haben die Einberufung eines jüdischen Weltkongresses von allem Anfang an für unzeitgemäss gehalten und halten sie ausserdem für unreal. Wir wissen, dass, wenn erst vorbereitende Reden zu dem Vorschlage nötig sind, es sicher wenige gibt, die an seine Durchführungsmöglichkeit glauben. Für uns besteht die Frage eines Provisoriums der Jewish Agency nicht deshalb, weil wir für eine formale Demokratie wären. Denn wir halten gerade an dem System deii bureaukratischen Demokratie am wenigsten fest. Nicht darum dreht es sich hier, sondern um jene Volkstümlichkeit, welche die Grundlage der Demokratie in der Tiefe der Masse ist und die Grundlage unserer Bewegung ausmacht, wie sie unseren Chaluzim die Impulse gibt, den Zionismus zu verwirklichen, sodass sie bereit sind, auf seinem Altar die allergrössten Opfer zu bringen. Aber wir stimmen nicht dem Wort zu, das Grünbaum ausgesprochen hat, indem er sagte, wir könnten warten. Wir kennen die- Gefahren, die der Verwirklichung unserer Bewegung seitens der Kräfte 276

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