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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 237

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 237 (sequence 260)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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für den tatsächlichen Prozess des Aufbaus des Landes — wir im ersten Abschnitte unseres Programmes viel grössere Erfolge hatten als im zweiten. Das erste war eine Frage der politischen Konstellation, die wir ausgenützt haben, sodass wir uns in dieser Hinsicht jetzt viel weiter befinden als vor zehn Jahren. Was aber den inneren Aufbau anbetrifft, so haben wir trotz aller Erfolge bis jetzt nur einen verhältnismässig kleinen Teil der Juden herangezogen, denn dieser Prozess ist organisch und kann nicht auf einmal gemacht werden. Daher sind wir in dieser Beziehung rückständig geblieben. In bezug auf den politiscnen Erfolg sind wir rasch vorwärts gekommen. Die Organisation des Volkes ging allmählich vor sich. Unsere politische Kavallerie ist weiter vorgerückt als unsere organisatorische und die mit ihr verbundene wirtschaftliche Infanterie. Ich glaube, die Frage der Heranziehung läuft darauf hinaus, unsere politischen Erfolge durch grosszügigen wirtschaftlichen Aufbau zu unterstützen, wozu wir in unsern nationalen Kampf neue Elemente hineinführen müssen, sodass der Aufbauprozess sich künftighin mit unseren politischen Erfolgen auf einer Linie befinden soll. Das ist der innere Beweggrund für die Heranziehung, und deshalb bedauere ich es, dass hier von Herrn Grünbaum gesagt wurde, wir können warten. Dies gilt nicht mehr wie vor zehn Jahren. Die Frage der Heranziehung von Nichtzionisten ist leider, zum grossen Teile durch die Schuld der Presse, zu einer Streitfrage gemacht worden. Es handelt sich aber dabei — wie ich bereits unterstrich — nicht um das Ja oder Nein, sondern nur um das Wie. Die Frage des Wie ist eine sehr komplizierte. Der Artikel 4 des Mandates spricht nirgends davon, dass Elemente ausserhalb der Zionistischen Organisation in die Jewish Agency einbezogen werden müssen. Es heisst nur dort, dass die Zionistische Organisation als Jewish Agency anerkannt wird so lange, als die Mandatarmacht ihre Organisation und ihren Aufbau für entsprechend finden wird, und dass die Jewish Agency alle Mittel anwenden wird, um verschiedene Elemente des jüdischen Volkes für den Aufbau von Erez Israel heranzuziehen. Man muss aber unterstreichen, dass nirgends eine formale Forderung auf Heranziehung, im Mandate vorhanden ist. Ja, wir haben sogar gewisse Erfahrungen aus der mit Vertretern der englischen Regierung geführten Korrespondenz, und es gent daraus hervor, dass von ✓ allem Anfange an die englische Regierung erklärt hat, dass sie an dieser Frage desinteressiert ist und es der Zionistischen Organisation überlässt, in der Frage der Jewish Agency zu tun, was sie für richtig befinde. Wir haben ein solches Dokument vom Colonial Office. (Beifall.) Das sage ich aber nicht, damit etwa daraus das Argument abgeleitet werde, dass ich die Notwendigkeit der Heranziehung in Frage stelle. Die Frage ist nur, wie man das machen 237

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