Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 178 (sequence 201)
- Language
- German, English, Hebrew
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werde und dass der Kongress nur dann das Recht hat, die Redezeit auf Bitte des Redners zu verlängern, wenn 30 Delegierte dies unterstützen. Delegierter Abishar (Mesopotamien): Ich ersuche den Kongress, diesen Antrag abzulehnen. Vizepräsident Lipsky: Ich bringe den Antrag des Herrn Dr. Hantke zur Abstimmung. (Nach erfolgter Abstimmung:) Der Antrag ist ä b g e 1 e h n t. Ich schliesse die Sitzung. Die nächste Sitzung findet um l/29 Uhr abends statt. (Schluss der Sitzung: 7 Uhr 5 Minuten abends.) 8. Sitzung Donnerstag, den 9. August 1923» Beginn: 8 Uhr 30 Minuten abends. Vizepräsident Lipsky : Ich e r ö f f n e die Sitzung. Das Wort hat Herr Lipszyc. (Nach einer Pause:) Da Herr Lipszyc nicht anwesend ist, kommt Herr Florentin zum Worte. (Nach einer Pause:) Herr Florentin ist gleichfalls nicht im Saale. Ich erteile das Wort Herrn Abishar. (Nach einer Pause:) Auch Herr Abishar ist nicht zugegen. Das Wort hat Herr Van Vriesland. Schatzmeister der Palästina-Exekutive S. A. van Vriesland: Geehrter Kongress! Ich werde mir erlauben, in der Generaldebatte über die Finanzen zu sprechen, weil heuer keine eigentliche Finanzdebatte auf der Tagesordnung steht und weil das, was ich vorbringen möchte, allgemeiner Natur ist. Ich habe Ihnen auch gewissermassen Rechenschaft abzulegen über meine Resignation als Treasurer der Zionistischen Exekutive, die ich am 20. April der Exekutive und dem A. C. mitzuteilen mich gezwungen fühlte. Man sagt, Resignation sei eine mehr christliche als jüdische und insbesondere zionistische Tugend. Trotzdem sind Resignationen im zionistischen Leben keine unbekannten Erscheinungen und Sie wissen, wie oft sie besonders vor einem Kongresse aus verschiedenen Gründen vorkommen. Ich kann aber versichern, dass meine Demission auf rein sachliche Gründe zurückzuführen ist, und ich bin überzeugt, dass diese Demission, wenn der Kongress ihre Bedeutung würdigt, eine Besserung für die Zukunft herbeiführen kann. Auf dem letzten Kongresse habe ich in der Finanzdebatte ein Referat gehalten, von dem noch jetzt jedes Wort gilt. Ich habe damals gewisse Rechte der Treasury zur Ueberwachung des Budgets gefordert und habe Ihnen versprochen, dass ich zurücktreten würde, wenn diese Rechte nicht gewahrt und die Budgets überschritten werden sollten. Ich habe dieses Versprechen gehalten und mein Wort erfüllt. Denn es haben einerseits Ueberschreitungen des Budgets stattgefunden, und die Rechte 178