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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 123

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 123 (sequence 146)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5254-3481399
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jetzt haben Sie einen Zerstör ungsprozess in unseren Reihen hervorgerufen. (Widerspruch.) Im Namen meiner Freunde erkläre ich aber» dass wir auf dem Wege weitergehen müssen und werden, den wir bisher gegangen sind, dass wir den Weg, das jüdische Volk zu organisieren, nicht verlassen können und werden, dass wir das jüdische Volk wecken und organisieren müssen und werden. Selbsthilfe und Selbstorganisation, damit steht und fällt der Zionismus. (Lebhafter Beifall.) Der Zionismus ohne das Prinzip der Selbstbefreiung ist kein Zionismus! (Beifall.) Die Gegner dieser Anschauungen behaupten, dass zwischen uns eigentlich kein Unterschied besteht, wenn man will, dass gewisse einflussreiche Personen, auf welchem Wege immer, in die J e w i s h A g e n c y hereinkommen sollen. Wenn diese Personen geneigt wären, auf dem Wege des jüdischen Weltkongresses hereinzukommen, haben wir nichts dagegen; würden sie auf dem Wege der Landeskongresse hereinkommen, auch gut. Wenn sie aber so nicht kommen wollen, so will man ihnen ermöglichen, auf welchem anderen Wege immer zu kommen. Wir aber wollen nicht auf jedem Wege die Menschen zu uns bringen. Das ist der Unterschied zwischen uns und den anderen. (Zwischenrufe: Wir wollen das auch nicht! — Del. Levite: Das ist ein Kampf gegen Windmühlen!) Wenn Ihr das auch nicht wollt, so sagt das dem Präsidenten. (Heiterkeit.) Man hat mir gesagt, dass die Herren nicht hereinkommen werden und dass wir Gefahr laufen, auf dem Wege der Länderkongresse und des Weltkongresses nur Zionisten zu bekommen. Wir jagen nach Nichtzionisten, wollen aber auch nicht, dass jeder Nichtzionist hereinkommt, sondern nur prominente Personen, die grosse Autorität, grossen Einfluss und grossen Reichtum besitzen. Wenn Ihr aber die haben wollt und sie sagen Euch dann: Wir wollen den jüdischen Weltkongress nicht — so werdet Ihr den absagen? Sagen sie: Wir wollen keine Landeskongresse — so werdet Ihr doch die auch nicht machen; sagen sie: Wir wollen keine gemeinsame Verantwortung — so werdet Ihr auch darauf eingehen und dann wird das eintreten, was ich geschildert habe: die Liquidierung der Zionistischen Organisation. Und deshalb muss Klarheit in die Sache gebracht werden, und die soll von jenen kommen, die mit solchen Plänen zu uns gekommen sind, um uns aus der Krise, in welche wir hineingeraten sind, zu retten. Sie müssen uns sagen, wie gross der Preis ist, den wir für die Hilfe zahlen sollen. Wir werden doch, glaube ich, nicht jeden Preis zahlen. Weizmann wird sagen müssen: Gott behüte mich vor meinen Freunden! (Lebhafter Beifall. — Grosse Unruhe.) Es muss die Grenze klar werden, bis zu der wir gehen können. Es muss klar gesagt werden, wohin man uns führt. Es geht um das Prinzip, um das Leben unserer Bewegung, um die Seele des Zionismus. Der XIII. Kongress hat zu wählen. Ich will nicht historische Reminiszenzen vorbringen und an den IX. Kongress erinnern. Ich will nur sagen: Der XIII. Kongress hat zu wählen: Soll er einer Illusion zuliebe, der Illusion des schnelleren Aufbaues Palästinas zuliebe, auf das Prinzip der Massenbewegung, auf das Prinzip der Selbstbefreiung und Selbsthilfe, auf das 123

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