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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1924-01-01 · 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923 · p. Seite 108

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
Date
1924-01-01
Page
Seite 108 (sequence 131)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476280--5239-3481384
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können, und wir haben die Hoffnung, dass diese Krisis nicht wiederkehren wird. Aber auf die Dauer wird das nur gelingen, wenn eine wirkliche zentrale Gewalt in unserer Bewegung das richtige Verständnis aufrecht erhält und die Kräfte der Institutionen in richtigem Masse in den Dienst des Aufbaues Palästinas stellt. Wenn wir die Schwäche der Exekutive tadeln, so müssen wir auch Vorschläge wegen ihrer Verbesserung machen. Wir sehen die Lösung nicht darin, dass der Apparat in L o n d o n auf ein Minimum heruntergedrückt wird. Ueberflüssige Beamte soll man beseitigen, aber man soll sich nicht einreden, dass man, wenn man Beamte entlässt, dadurch in dem Zustande der Bewegung etwas bessert. Was den Apparat in Palästina anlangt, so müssen wir zu unserem Bedauern sagen, dass wir diesen Apparat, wie er heute besteht, mit seinem Durcheinander von Politik und fachmännischer Arbeit, mit seiner Ueberfüllung an Aemtern nicht für den idealen Zustand der Leitung unserer Arbeit in Palästina halten. (Sehr richtig!) Trennung von Politik und Verwaltung, nicht im Sinne irgendwelcher inneren Parteiung, sondern in dem Sinne, wie es in jedem staatlichen Organismus der Fall ist, ist unbedingt notwendig; ganz besonders für Palästina, wo es sich in sehr weitgehendem Masse um einen fachmännischen Aufbau des Landes handelt. Verehrter Kongress! Unsere Exekutive beschwert sich mit Recht, dass sie keine Einnahmen hat, und nach dieser Richtung muss Wandel geschaffen werden. Die Versuche, dass unsere Organisation von irgendwelchen Fonds lebt, die Spezialzwecken gewidmet sind, sind uralt. Sie haben alle nur den Grund, dass wir nie den Mut gehabt haben, den von uns geführten Leuten in zwingender Weise zu sagen: Zunächst muss die Bewegung leben. Es müssen Formen gefunden werden, welche jede zionistische Verwaltung zwingen, zur Erhaltung des organisatorischen, politischen und propagandistischen Apparates der Bewegung Geldmittel zurückzustellen. Wir haben kein Steuerrecht, wir müssen aber einen Weg finden. Wenn wir diesen Weg nicht finden, wenn unsere Zentralen immer schwächer werden, dann wird die zionistische Bewegung einen ungeheuren Schaden erleiden. Die Aelteren von Ihnen — ich fürchte, die Jüngeren wissen es nicht mehr — wissen, was es heisst: Kongressr Zionismus. Das ist die Zusammenfassung jener Männer und Frauen, welche sich verantwortlich fühlen für die Aufrechterhaltung eines überterritorialen, das ganze nationale Judentum umfassenden zionistischen Apparates. Das sind die Menschen, die nicht ruhig schlafen können, wenn sie nicht sicher sind, dass ihre Zentrale in London und Jerusalem, dass ihre Vertreter an den Brennpunkten des politischen Lebens die Möglichkeiten wirklicher Arbeit haben. Wenn wir in jedem einzelnen Lande eine arbeitende zionistische Organisation haben werden, ist unsere Sache noch immer nicht gut gestellt. Was uns hinaushebt über alle anderen Dinge im jüdischen Leben, ist die Tatsache, dass wir die Kraft haben, einen nationalen Gesamtapparat aufrecht zu erhalten, ein Organ, das über sämtliche Länder, wo Juden leben, die Interessen des nationalen . Judentums für Palästina wahrnimmt. 103

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