Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 83 (sequence 106)
- Language
- German, English, Hebrew
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sammenhange gibt, das man, nach der Terminologie früherer Kongresse, ein „national Investment" nennen könnte, so wären es solche nationale Ausgaben, die es ermöglichen, dass sie, wenn sie auch keine Rente für das Kapital zahlen, ihre Produktionskosten decken und dauernde Arbeitsmöglichkeiten bieten. Wir werden an dieser Frage nicht vorbeigehen können, und wie sehr sie auch an unser Herz appelliert, wenn wir von der Befreiung und Sicherung des Bodens als unserer ersten Aufgabe sprechen. Denken wir an die andere Hälfte unseres grossen Problems, und zwar dass wir auch politisch nichts erreichen werden, wenn wir nicht in raschem Tempo die Einwanderung steigern, und wir werden finden, dass es darauf keine andere Antwort gibt als die Förderung der Industrie, koste sie, was sie wolle. (Lebhafter Beifall.) Schriftführer des Kongresses Dr. M. Glückson übersetzt die vorstehenden Ausführungen ins Hebräische. Vizepräsident Motzkin: Geehrter Kongress! Es wurde früher angekündigt, dass der Permanenzausschuss sich um 6 Uhr versammelt. \ch bitte die Herren des Permanenzausschusses, diesen Termin zu verschieben. Es ist bei uns Sitte, dass während der Kongresstagung keine Kommissionen tagen, auch nicht der Permanenzausschuss, ausser in dringenden Fällen. Es ist ausgeschlossen, dass Kongressitzungen und Sitzungen der Kommissionen, Landsmannschaften oder Fraktionen zu gleicher Zeit stattfinden. Zum Worte gelangt der Berichterstatter für den Keren Hajessod, Herr Dr. Fei w el; Mitglied des Finanz- und Wirtschaftsrates Dr. Berthold Feiwel: Geehrter Kongress! Wenn es einen Gegenstand gibt, der Gelegenheit .. für rednerische Entfaltung böte — ich meine nicht in einem mechanischen Sinne, sondern aus der. Tiefe der Idee und aus dem Ernste der Sache heraus, — dann ist es zweifellos für uns Zionisten heute der Keren Hajessod. So vielfach greift der K. H. ii: den Zionismus und in das zionistische Leben ein, dass es uns an und für sich schwer ist, den Gegenstand einheitlich zu meistern. Keren Hajessod ist einmal eine Sammelinstitution, erscheint ein zweites Mal als eine neue Form der Organisierung, begegnet uns dann wieder in der Gestalt des Palästinabudgets und ist viertens eines der uns zur Verfügung stehenden Finanzinstitute. Von den Funktionen, die ich als zweite, dritte und vierte genannt habe, wird auf diesem Kongress noch m anderem Zusammenhang die Rede sein. Ich kann und muss meine Aufgabe hier auf das einfachste beschränken. Die weitere Entwicklung des K. H., seiner konstitutionellen Form, hängt auf das innigste zusammen mit der Lösung, die die organisatorische Form der Jewish Agency finden wird. Wie der Keren Hajessod als Budget der Zionistischen Organisation erscheinen soll, wird Gegenstand der Beratungen und Prüfungen durch die Budgetkommission des Kongresses werden. Und endlich: welches die Stellung des Keren i 6* 83