Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 13 (1924) Karlsbad, 6. bis 18. August 1923
- Date
- 1924-01-01
- Page
- Seite 7 (sequence 30)
- Language
- German, English, Hebrew
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worten von iNotabelnpo/litik zu reden, hüten wir uns, den Mut nicht aufzubringen, einer Zeitenwende Antwort zu geben! (Lebhafter Beifall.) Müht aus. Schwäche und Mutlosigkeit wünschen wir die Hilfe Anderer. Wir rufen den Anderen zu, sich um uns zu sammeln, gerade weil wir stark genug sind, stark im Gefühl unserer Verantwortung und in unserem Glauben, aber nicht so hochmütig und kurzsichtig, um nicht wahrzunehmen und zu wissen, dass unserer Stärke dn 'ihrer Entfaltung nie genug neue Kräfte zugeführt werden können. Riefen wir aus Schwäche heraus, sie würden uns nicht .hören, wäe sie uns nicht gehört haben, so lange sie -uns und unsere Sache für schwach ansähen. Dass sie begonnen haben, in wachsender Zahl auf unsern Ruf zu hören, ist uns ein erster, unwiderleglicher Beweis, dass wir Geltung haben und dass unser Werk, dass vor allem die grosse, wirkliche Tat der Chaluzim Vertrauen und Glauben weckend gewirkt hat. Wir haben Jahre gezögert, die Parole der 'Heranziehung der Nichtzionisten, die schon vorher von .Kongressen und Jahreskonferenzen ausgegeben war, in Wirklichkeit umzusetzen, gerade weil wir unsere Position noch nicht für reiif genug erachtet haben. Jetzt, glaube ich, ist sie reif dafür, wir sind vertragsfähig geworden. Es wäre verblendet, in dem Anschloiss noch so weiter ndchtzionistischer Kreise das Allheilmittel zu seihen. Audh wenn er glückt, wird unsere Aufgabe nodh schwer genug bleiben. Aber manche gTOss'e Erleichterung und bedeutsame Forderung kann dieser Anschluss im iGefofee haben: Verstärkung unserer politischen Legitimation durcih die Mitfbürgschaft der ausserzionistischen Jaidenhedt, Erhöhung unserer finanziellen Kraft und Konzentration aller jüdischen Energien üür den Aufbau Palästinas in einem einheitlichen Arbeitssystem. Die geeignete Form für 'ein Bündnisverhältnis zu finden, muss der Einsicht dieses Kongresses vorbehalten werden. Aber es gibt unentbehrliche Voraussetzungen für jedes Vertragssystem, das wir wählen können. Die erste ist die Forterihaltung, die U n v e r s e h r 1 i c h k e i t unserer Zionistischen Organisation. In unserem Verhältnis zu den anderen ist unsere Organisation einer der Vertragsteile, die beide für die Zwecke des Aufbaues ihre Arbeitsweise anzupassen haben werden einem 'gemeinsamen Plan der Kooperation. Für uns, ausserhalb des Vertragsverhältnisses, ist die Zionistische Organisation weiterhin unsere Gemeinschaft, die uns Gesetze gibt, unverändert /getreu unserem Programm, ein rocher de bronze. Gewiss, wir werden bei 'gemeinsamer Arbeit mit anderen uns teilen müssen dn gewisse Rechte, die bisher unser Eigenbesitz waren. Aber dem Mitanteil an diesen Rechten muss eine 'Leistung auf der anderen Seite gegenüberstehen. Es ist kein gewöhnliches Geschäft das wir abschliessen. Es ist eine Vereinigung um des 7