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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 721

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 721 (sequence 731)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--5021-3481165
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Delegierter Ben Zwi (Palästina, hebräisch): Geehrter Kongreß! Im Namen des Jüdischen Sozialistischen Arbeiter- Verbandes Poale Zion und des Zionistisch-Sozialistischen Verbandes Zeire Zion habe ich die Ehre, folgende Erklärung abzugeben: „Der politische Kurs der gegenwärtigen Regierung Palästinas ist reaktionär und antijüdisch. Er steht unter dem Einfluß von Elementen, die im Verbände mit den Effendis und Feudalen die Beherrschung des arabischen Orients anstreben, was im Gegensatz zu den Interessen und Bestrebungen sowohl der arabischen, wie der jüdischen arbeitenden Massen steht. Das hat zu einer vollständigen Unsicherheit des jüdischen Lebens und der jüdischen Arbeit in Palästina geführt. Dunkle Mächte haben die Möglichkeit erhalten, Pogrome und Ueberfälle zu organisieren, die von der Regierung zu politischen Verfolgungen jüdischer Arbeiter und zu neuen Schwierigkeiten für unsere Kolonisationsarbeit mißbraucht wurden. Die Einstellung der jüdischen Einwanderung war der schwerste Angriff gegen unsere Rechte und unseren Willen zu sozialer und nationaler Befreiung in Palästina. Die Rede vom 3. Juni hat die Interessen der jüdischen Nation, insbesondere der jüdischen Bevölkerung Palästinas, vollständig ignoriert und hierdurch das im Lande herrschende politische Regime sanktioniert. Wir haben daher zu der gegenwärtigen palästinensischen Regierung kein Vertrauen und betrachten ihren politischen Kurs als eine Gefahr für die jüdische Bevölkerung Palästinas sowie für unsere ganze Aufbauarbeit." Präsident Sokolow: Ich stelle den Antrag, so wie er von der politischen Kommission formuliert wurde, zur Abstimmung. Wer für den Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! Angenommen! Wir kommen nun zur Resolution VIII. Herr Fischer wünscht das Wort? Delegierter Jean Fischer (Belgien, deutsch): Geehrter Kongreß! Der uns hier vorgelegte Antrag enthält eine prinzipielle Entscheidung, die hier getroffen werden soll ohne vorherige gründliche Diskussion auf dem Kongreß. Ich will hier nichts weiter sagen, als daß ich gezwungen sein werde, gegen diesen Antrag zu stimmen. Präsident Sokolow: Wünscht noch jemand das Wort? (Niemand meldet sich.) Wer für den Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! Angenommen! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Der letzte Antrag Nr. IX ist eine Bevollmächtigung an die Exekutive, alle die Anregungen, die in den Kommissionen im Detail besprochen worden sind und teilweise für eine Besprechung auf dem Kongreß nicht geeignet waren, durchzuführen. (Deleg. Dr. K 1 u m e 1: Erst nach den Wahlen in die Exekutive über diesen Antrag abstimmen!) Ich stelle diesen Antrag zur Abstimmung genau so wie alle andern. Wer für den Antrag ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! Angenommen! Das Wort hat Herr Kaplansky zu einem Zusatzantrag, der auch der politischen Kommission übermittelt worden ist, aber nicht von ihr gestellt wird. Es ist somit ein privater Antrag, der von 20 Delegierten unterschrieben sein muß. Mitglied des A. C. Sal. Kaplansky (Poale Zion, jüdisch): Im Namen meiner Fraktion bitte ich den geehrten Kongreß, folgenden Zusatzantrag anzunehmen (liest): 46 721

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