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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 709

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 709 (sequence 719)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--5009-3481153
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Antrag H a n t k e zuzustimmen, der, wie ich glaube, beiden Teilen gerecht wird und jede Uebertreibung nach beiden Seiten vermeidet. Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. Hantke hat als Referent das Schlußwort. Berichterstatter Dr. Hantke: Gerade aus den Gründen, die zur Begründung des Gegenantrages vorgebracht worden sind, muß ich Sie dringend bitten, für meinen Antrag zu stimmen. Herr Simon hat richtig hervorgehoben, es sei ein Versuch von ihm, den Keren Hajessod auf die von ihm vorgeschlagene Grundlage zu bringen. Ineiner Reihe von Abstimmungen haben Sie bereits gezeigt, daß Sie seine Grundlage nicht für richtig halten. (Lebhafte Zustimmung.) Deshalb werden Sie entsprechend Ihren Abstimmungen von gestern und vorgestern bei dem Prinzip bleiben, auf dem wir den Keren Hajessod im vorigen Jahre aufgebaut haben, und das verlangt, daß wir aus den 30 % Investments etwas von der Art machen, wie in der ganzen Welt wirtschaftliche Unternehmungen behandelt zu werden pflegen. Die jüdische Oeffentlichkeit wird uns nur dann glauben, daß es uns ernst ist um die Sache, wenn wir ihr auch die Möglichkeit eröffnen, daß bei gutem Fortgang des Aufbaues von Palästina von diesen Investments ein Erträgnis herauskommt, das nach Art wirtschaftlicher Unternehmungen verwertet wird. Ich bitte Sie daher, diesen Antrag anzunehmen, der, wie ich nochmals wiederhole, auch von den Direktoren des Keren Hajessod, N a i - ditsch, Dr. Feiwel und einem Teile der ursprünglichen Antragsteller des Simon'schen Antrages mitunterfertigt ist. Wir wollen nichts, was irgendwie den Anschein erweckt, daß wir zu viel versprochen haben. Wir sind fest überzeugt, daß dieser Antrag nichts zusagt, was wir nicht halten können. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Vizepräsident Motzkin: Sie haben beide Anträge gehört. Ich brauche Sie daher nicht mehr zu verlesen? (Rufe: Nein!) Ich glaube der Antrag Simon ist der weitergehende. (Ruf: Wer ist noch unterschrieben?) Shire und Struck! Der andere Antrag ist von Feiwel, Naiditsch, Halpern unterferigt. Delegierter Marks: Was ist dann, wenn man gegen beide Anträge stimmt? Beide Anträge sind nicht gut! (Heiterkeit.) Vizepräsident Motzkin: Dann bleibt der alte Zustand. Wer für den Antrag Simon ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich will die Stimmen gezählt haben. Wer dafür ist, möchte die Hand hoch halten. (Nach erfolgter Auszählung:) Dafür sind 13 Delegierte. Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach erfolgter Abstimmung:) Meine Herren, der Antrag ist klar abgelehnt. Jetzt kommt der Antrag Hantke zur Abstimmung. Wer dafür ist, den bitte ich die Hand zu erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! Angenommen! (Lebhafter Beifall und Händeklatschen. — Rufe: Pause!) Nein, meine Herren, keine Pause jetzt, es kommt das Referat der Kulturkommission an die Reihe. Das Wort hat Herr Dr. M o s s i n s o h n. Berichterstatter Dr. B. Mossinsohn (hebräisch): Die Budgetvorschläge der Kulturkommission haben Sie bereits gestern erledigt. Ich habe noch die übrigen Resolutionen der Kulturkommission vorzubringen. Sie lauten: 709

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