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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 702

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 702 (sequence 712)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--5002-3481146
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Dieser Antrag soll dem Keren Hajessod-Direktorium als Material übergeben werden. Vizepräsident Motzkin: Ist Widerspruch dagegen? (Niemand meldet sich.) Nein! Angenommen. Berichterstatter Dr. Hantke: Der dritte Antrag bezieht sich auf die bei uns schon so häufig ventilierte Idee einer Volksanleihe für Palästina, eine Idee, die schon in der Kriegszeit von Amerika aus in der Weise propagiert worden ist, daß man die jüdischen Gemeinden in der Welt zur Uebernahme einer Garantie für den Zinsendienst für eine gewisse Zeit in Anspruch nehmen will. Der Antrag des Herrn Dr. Ringel geht dahin, die Exekutive aufzufordern, im Einvernehmen mit dem Keren Hajessod-Direktorium den Plan einer Volksanleihe für Palästina zum Gegenstand des Studiums zu machen und hierbei das Prinzip zu berücksichtigen, daß die jüdischen Gemeinden die Garantie für den Zinsendienst für eine gewisse Zeit übernehmen sollen. Es wird beantragt, daß das Direktorium des Keren Hajessod bzw. die Exekutive sich mit dieser Frage beschäftigen soll. Vizepräsident Motzkin: Widerspruch? Delegierter Neiger: Ich bitte ums Wort! Soeben haben wir beschlossen, die Erhöhung des Aktienkapitals des J. C. T. anzustreben und andere Finanzinstitute zu gründen. Wenn man sich an die jüdische Oeffentlichkeit mit der Aufforderung zu Zeichnungen für diese Institutionen wendet, wird diese beantragte Aktion sicherlich schaden. Vizepräsident Motzkin: Herr Neiger, Sie mißverstehen die Sache. Eine Volksanleihe kann man nicht so ohne weiteres mit einem Schlage beschließen. Das geschieht ja hier auch nicht. Es handelt sich hier nur um Material für die Exekutive. Ist Widerspruch? (Nach einer Pause:) Angenommen! Berichterstatter Dr. Hantke: Ich komme nunmehr zu einem Antrag, der vorgestern von einigen Herren vorgebracht worden ist und den Sie an die Keren Hajessod-Kommission verwiesen haben. Ich will ihn wiederholen (liest): „Die Inhaber von Zertifikaten des Keren Hajessod haben keinen Anspruch auf die Erträgnisse aus den gewinnbringenden Anlagen. Das Vermögen und die Erträgnisse des Keren Hajessod sind ausschließlich Eigentum des jüdischen Volkes." Die Kommission hat sich noch einmal mit diesem Antrag beschäftigt und mit allen gegen eine Stimme beschlossen, Ihnen zu empfehlen, diesen Antrag abzulehnen. Aber, meine Herren, im Anschluß an diese Verhandlung, die ja zunächst nur die formelle Erledigung dieses Antrages zum Gegenstand hatte, haben wir teilweise mit den Antragstellern, teilweise unter uns die ganze Frage der Zertifikate und des Ertrages derselben noch einmal besprochen. Es ist uns nun gelungen, mit einem Teil der Antragsteller und dem Direktorium des Keren Hajessod über diese Frage zu einer Verständigung zu gelangen, welche den diesbezüglichen Beschluß der Jahreskonferenz interpretiert. Ich möchte mir gestatten, Ihnen diesen Antrag in meinem Namen vorzulegen, nicht im Namen der Kommission, 702

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