Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 693 (sequence 703)
- Language
- German, English, Hebrew
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ist kein Vertrag geschlossen worden, es wurde keine Abmachung getroffen. Wenn Sie logisch denken, werden Sie sehen, daß im Minoritätsantrag der zweite Teil heißt: „Sonderverbände sowie zionistische Fachorganisationen sollen nach......usw. vertreten sein.'4 Dieser Teil des abgelehnten Antrages hatte also das vorausgesehen, worüber jetzt abgestimmt wurde. Wir hatten also das formale Recht, diesen Antrag zu stellen. Vizepräsident Motzkin: Nach diesen beiden Erklärungen ist diese Angelegenheit erledigt. Wir kommen jetzt zum Absatz 10. Berichterstatter Dr. Korngrün: Dieser Absatz hat zwei Fassungen. Es besteht ein Majoritätsvotum, das ich als Referent der Kommission noch als solches betrachten muß, denn es wird durch den Beschluß der Kommission dazu gestempelt, und ein Minoritätsvotum. Lassen Sie mich eine ganz kurze Vorgeschichte geben, sonst ist der Antrag unverständlich. Es wird Ihnen bekannt sein, daß die Palästinaämter spontan entstanden sind und keine festen Regeln da waren. Infolgedessen sind Mißverständnisse entstanden. Im Jahre 1918 war der Waad Alijah der Hitachduth entstanden, so daß wir den abnormalen Zustand hatten, daß es zwei Palästinaämter gab. Aus dem Bestreben, diese zu vereinigen, wurde auf dem Kompromißwege ein Ressort geschaffen für die Organisation der Arbeiterelemente. In Mähr.-Ostrau hat man sich dann darauf geeinigt, daß dieses Ressort von denjenigen Arbeitergruppen geführt wird, die im Palästinaamte vertreten sind und daß die Beschlüsse des Ressorts einem Präsidium unterliegen, in dem wiederum alle Gruppen vertreten sein sollen. Die Reibungen sind in zwei Punkten besonders schwer gewesen, erstens im Punkte der Führung der Chaluzimheime, zweitens in dem Punkte, daß in dieser Arbeiterabteilung die Zionistische Organisation und die Misrachi nicht vertreten gewesen sind. Auf der Sitzung der Palästinasubkommission haben wir uns geeinigt, und nunmehr erlaube ich mir Ihnen den Antrag vorzulegen (liest): „10. Der Kongreß bestätigt, daß für die Organisation der Palästinaämter und ihrer Ressorts die Beschlüsse der Londoner Jahreskonferenz in der Interpretation der von der Exekutive am 14. X. 1920 nach Mährisch -Ostrau einberufenen Konferenz der Palästinaämter, sowie die Beschlüsse der A.C.-Sitzung in Prag vom Juni 1921 maßgebend sind/' Damit endet der Antrag. Das Weitere sind Bemerkungen aus dem Protokolle eines Abkommens zwischen den Gruppen und lautet (liest): „Mit dem Bemerke, daß die Leitung der Chaluzimheime der leitenden Kommission obliegt und daß 2 Mitglieder des Präsidiums des Palästinaamtes (1 von den allgemeinen Zionisten, 1 vom Misrachi) zum Arbeitsressort mit Sitz und Stimme gehören sollen." Mein Vorschlag gipfelt darin, daß der Antrag angenommen werden soll. Vizepräsident Motzkin: Herr L e w i t e als Vertreter des Minoritätsvotums hat das Wort. Delegierter Lewite: Das Minoritätsvotum, welches ich zu vertreten habe, lautet folgendermaßen (liest): „Bei den Palästinaämtern hat ein Ressort für Arbeiteremigration gebildet zu werden, welches sich mit der Organisierung und Vorbereitung der Arbeiterelemente für Erez Israel einschließlich der Chaluzim beschäftigen soll. Bei diesem Ressort besteht eine Quali- 693