Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 690 (sequence 700)
- Language
- German, English, Hebrew
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Delegierter David Kohn (Ungarn, deutsch): Ich habe ein Amendement Es soll heißen: „Die Landespaiästinaämter sollen aus Vertretern aller in Frage kommenden Kreise bestehen, die ihren Maasser bezahlt haben, und der Leiter des Palästinaamtes ist vom Landeskomitee der Exekutive zur Genehmigung vorzuschlagen." Delegierter Fischmann: Geehrter Kongreß. Es wäre sehr unrichtig, wenn man die Abstimmung vornähme, ohne Farbstein das Wort zu erteilen. Ich bin nicht ganz seiner Ansicht. Da man aber den Punkt 7 angenommen hat, ist es eine selbstverständliche Folge, daß die Landsmannschaften und Sonderverbände keine gleiche Stimmenzahl haben können. Ich verstehe nicht, wie Freund C u 11 e r, der für den Antrag 7 gestimmt hat, jetzt gegen seinen eigenen Punkt stimmen konnte. Dann hätte er doch für den Minoritätsantrag stimmen müssen. Es ist selbstverständlich, daß, da noch morgen und übermorgen Parteien hinzukommen können, die Vertretung in einem repräsentativen Maße vorgenommen werden muß. Wir kommen sonst in einen großen Wirrwarr. Vizepräsident Motzkin: Wir kommen zur Abstimmung. Es liegt ein weiterer Antrag vor: „Die Landsmannschaften, Fachorganisationen und Sonderverbände sollen nach paritätischem Grundsatze vertreten sein, d. h. Landsmannschaften Vs, Fach verbände Vs und Sonder verbände Ich kann das nicht als Amendement anerkennen, das ist ein neuer Antrag. Dann liegt ein Amendement des Herrn Kohn vor. Herr Kohn, die Fassung war so unklar, ich muß Sie bitten, Ihr Amendement zu wiederholen. Delegierter David Kohn: Die Palästinaämter sollen aus den Vertretern der Landesorganisation, des Misrachi und der sonstigen Föderationen zusammengesetzt werden, die den Maasser bezahlt, ihre Pflicht für den Keren Hajessod geleistet haben, der Leiter selbst ist vom Landeskomitee der Exekutive vorzuschlagen. Vizepräsident Motzkin: Ich möchte diesen Antrag der Beschlußfassung nicht unterziehen. Es ist außerordentlich schwer, eine solche Form überhaupt vorzubringen. Wir sollen einerseits die Bedeutung des Maasser nicht herabsetzen, andererseits haben wir keine Form, in der wir von den Föderationen als solchen den Maasser fordern könnten. (Widerspruch und Zwischenrufe.) Herr Kohn, wenn es sich darum handelt, daß die Vertreter und der Leiter den Maasser gezahlt haben müssen, so haben wir das bereits gestern bestimmt. (Deleg. Kohn: Sämtliche Vertreter sollen den Maasser entrichtet haben!) Jawohl, diese Forderung ist bereits gestern akzeptiert worden, nämlich, daß niemand in der Organisation ein Amt innehaben kann, der nicht Maasser gezahlt hat. Bleibt also nur mein Amendement, daß der Leiter durch das Landeskomitee der Exekutive vorzuschlagen ist. (Schlußrufe.) Berichterstatter Dr. Korngrün: Ein Antrag der Hitachduth lautet: „Der Kongreß möge beschließen, je ein Mitglied aus jedem Sonderverband und aus dem Chaluzverband, zwei aus dem Misrachi und zwei aus der Zionistischen Organisation in die Kommission zu entsenden." 690