Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 667 (sequence 677)
- Language
- German, English, Hebrew
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was Juden in Erez Israel erhalten, ist Gesamtvermögen des jüdischen Volkes und verstärkt unsere Position. Ich bitte Sie daher, für diese Resolution zu stimmen. Damit sie aber nicht bloß in der Luft hänge, beantragen wir für Propaganda und Organisierung eine Summe von 500 Pfd. auszuwerfen. Delegierter Javneeli (Palästina, hebräisch): In Anbetracht des von Herrn K a n e 1 und Genossen gestellten Antrages, der eine große Bedeutung hat und die Frage des Bodenerwerbes mitzuregeln bestimmt wäre, schlage ich vor, zur Tagesordnung über diesen Antrag überzugehen, weil man sonst eine frische Debatte führen müßte, wofür wir keine Zeit haben. Berichterstatter Dr. Ruf eisen: Ich wurde gebeten, die Stellung der Kommission zu erklären. Die Kommission hat beschlossen, diesen Antrag der Exekutive als Material zu überweisen. Vizepräsident Motzkin: Wer ist dafür, den Antrag von der Tagesordnung abzusetzen? (Nach erfolgter Abstimmung:) Gegenprobe! Angenommen. (Zwischenrufe!) Ich höre, daß Zweifel an dem Abstimmungsresultat vorhanden sind, ich wiederhole die Abstimmung: Wer ist für die Absetzung von der Tagesordnung? — (Nach erfolgter Abstimmung:) Gegenprobe! — Angenommen! Ich stimme jetzt ab über die en bloc-Annahme der Anträge mit den Amendements. — (Nach erfolgter Abstimmung:) Gegenprobe! — Angenommen! Berichterstatter Dr. Ruieisen: Wir kommen zu den Resolutionen zu einzelnen Budgetposten (liest): „Der Kongreß beschließt, daß eine Kommission aus bekannten Fachleuten, vorzugsweise aus Ländern, deren klimatische und andere natürliche Bedingungen denen Erez Israels ähnlich sind, für mindestens ein Jahr nach Erez Israel entsandt werden soll, um an Ort und Stelle die dortigen Kolonisationsmethoden und -möglichkeiten gründlich zu studieren, über die bisherige Arbeit zu berichten und Vorschläge über neue Kolonisationsmethoden zu erstatten/* Es handelt sich um den Antrag der amerikanischen Delegierten, für den auch 5000 Pfund bereits als Budgetposten bewilligt wurden. Vizepräsident Motzkin: Erhebt sich ein Widerspruch? — (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Delegierter Elieser Joffe (Palästina, hebräisch): Ich bitte Sie diesen Antrag abzulehnen. Ich bin zwar nicht gegen Experten, aber ich fürchte, daß diese Gelder verloren gehen werden, weil die Experten nicht in der Lage sind, in der kurzen Zeit die Sache zu prüfen. Delegierter Dr. Daiches: Es ist klar, daß es wichtig ist, daß wir Leute haben, die die Arbeit in Palästina lernen — einmal muß der Anfang gemacht werden — und ich wundere mich, daß die Herren von Palästina gegen einen solchen Antrag sind. (Zwischenrufe.) 667