Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 657 (sequence 667)
- Language
- German, English, Hebrew
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2. Zu diesem Zwecke ist am Sitz der zionistischen Verwaltung in Palästina ein Sanitätsdepartement, der „Waad Habriuth", zu schaffen, 3. Der Waad Habriuth besteht aus dem Sanitätsreferenten, ie einem im Ehrenamte wirkenden Vertreter der palästinensischen organisierten Aerzteschait, des Waad Haleumi, der Krankenkasse und drei im Ehrenamte wirkenden Vertretern der Zionistischen Organisation, die die Exekutive über Vorschlag der Aerztekommission des Kongresses zu bestimmen hat. 4. Der Obmann des Waad Habriuth ist Sanitätsreferent bei der palästinensischen Exekutive mit den Rechten und Befugnissen der Vertreter der anderen Departements. Er wird von der Exekutive auf Grund einer öffentlichen Ausschreibung bestimmt. 5. Die Beschlüsse des Waad Habriuth haben bindenden Charakter und der Obmann hat für dieselben bei der palästinensischen Exekutive einzutreten." Zu Punkt 4 habe ich zu bemerken, daß der Sanitätsreferent dieselben Rechte genießen muß, wie alle anderen Referenten. Haben diese beratende Stimme, so hat auch er nur beratende Stimme. Dieser Sanitätsreferent wird von der Exekutive auf Grund einer öffentlichen Ausschreibung bestellt. Wir wollen, daß er ein Mann von wirklichem Können und Wissen sei, kein Protektionskind. Zu Punkt 3 habe ich zu bemerken, daß die Vertreter der Aerzteschaft ein Recht besitzen müssen, in dieser Frage mitzusprechen. Ebenso selbstverständlich ist die Vertretung der Krankenkasse, des „Waad Haleumi" und der Zionistischen Organisation. Ich glaube, daß die Anträge von Ihnen angenommen werden können. Wenn eine solche Zentrale geschaffen wird, wird auch das Sanitätswesen sichergestellt sein. Delegierter Louis Robison (Amerika, englisch): Ich stelle den Antrag auf Ueberweisung der Anträge an das A.C. als Anregung. Delegierter Dr. Bierer: Herr Vorsitzender, zuerst ist über meinen Antrag abzustimmen. Vizepräsident Lipsky: Wer für den Antrag auf Ueberweisung der Anträge an das A.C. ist, möge die Hand erheben. Delegierter Harzfeld (jüdisch): Ich bitte den Kongreß, die Vorschläge nicht an das A. C. zu überweisen, sondern sie hier zu erledigen. Delegierter Dr. Bierer: Wir haben soviele Tage gearbeitet, um Ihnen positive Vorschläge zu bringen. Das gehört vor den Kongreß, und ich bitte Sie, den Antrag anzunehmen. Vizepräsident Lipsky: Wer für Punkt 1 des Antrages ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Punkt 1 ist angenommen. Wrer für Punkt 2 ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Punkt 2 ist a n g e n o m m e n. Es wird beantragt, Punkt 3 der Exekutive zur Prüfung zu überweisen. Wer dafür ist, wolle 42 657