Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 639

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 639 (sequence 649)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
99% known words query
IRI
…/3476254-3476278--4939-3481083
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

Mitglied des A. C. Sal. Kaplansky: Ich habe bereits zweimal den Kongreß auf die Möglichkeit aufmerksam gemacht, daß infolge einer falschen Einschätzung der Ameliorationskosten des Nationalfonds auf seinen Ländereien sich der Bedarf erhöhen kann. Ich stelle den Zusatzantrag, die Exekutive zu ermächtigen, das landwirtschaftliche Budget für den Fall der Reduktion um etwa 30 000 Pfund zu erhöhen. Mein Antrag lautet: „Der Kongreß ermächtigt die Exekutive, falls der Beitrag des Jüdischen Nationalfonds für Ameliorationen auf seinen Ländereien sich von 79 500 Pfund auf 50 000 Pfund reduziert, den Betrag von 225 000 Pfund für landwirtschaftliche Kolonisation um 29 500 Pfund zu erhöhen." Delegierter Dr. Braude: Ich verstehe nicht ganz den Vorschlag des Herrn Kaplansky. Wenn sich . wirklich herausstellen sollte, daß das Areal des Nationalfonds weniger braucht, daß dann das Budget sich um diesen Betrag reduzieren wird. .... Vizepräsident Dr. Klumel: Wer für den Antrag Kaplansky ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Gegenprobe! Angenommen. Mitglied des A. G. Julius Simon: Meine Damen und Herren! Sie haben gestern bei der Abstimmung über den Keren Hajessod bestimmt, daß 30 % der Einnahmen für wirtschaftliche Anlagen verwendet werden sollen. Sie haben dann die Feststellung des Referenten gehört, daß im Hinblick auf die noch ungeklärte Finanzlage, dieses Budget, das Ihnen vorgelegt wurde, nur durchführbar ist, wenn die Ausgaben des laufenden Budgets von insgesamt 660 000 Pfund oder jetzt vielleicht 670 000 Pfund den Vorrang haben vor den wirtschaftlichen Anlagen. Dies steht indessen im Widerspruch mit der allgemeinen Resolution, die gestern gefaßt worden ist. Da ich aber der Meinung bin, daß der Kongreß in derartigen finanziellen Fragen absolute Klarheit schaffen muß und da ich ferner der Meinung bin, daß der Kongreß sich nicht dem Verdacht aussetzen darf, daß eines seiner Organe nach anderen als den strengsten wirtschaftlichen Grundsätzen verwaltet wird, habe ich zusammen mit meinem Freunde de Lieme den folgenden Antrag eingebracht, den ich nicht weiter begründen zu müssen glaube (liest): „Im Hinblick darauf, daß der Referent des Finanzausschusses ausdrücklich erklärte, daß das sogenannte regelmäßige Paiästinabudget von 656 000 Pfund den Vorrang haben soll vor allen anderen Ausgaben, ohne Rücksicht auf die Verpflichtung, 30 % der Keren Hajessod- Eingänge für wirtschaftliche Anlagen zu verwenden, und in Erwägung, daß zur Zeit noch keine Sicherheit besteht, daß die dem Keren Hajessod im laufenden Jahre tatsächlich zur Verfügung stehenden Mittel die strikte Einhaltung der vom Kongreß beschlossenen Verhältniszahl zwischen den verschiedenen Ausgabekategorien von vornherein gewährleistet, erklärt der Kongreß, daß die Verpflichtung, 30 % der Einnahmen für werbende Anlagen zu verwenden, für das laufende Berichtsjahr außer Kraft gesetzt wird." Vizepräsident Dr. Klumel: Herr Dr. Halpern? 639

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.