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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 626

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 626 (sequence 636)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4926-3481070
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aber auf folgendes aufmerksam: Nur wenn bei Erhöhung einzelner Posten andere Posten gekürzt werden, können wir als Finanz- und Budgetkommission das Budget vertreten. Da ich weiß, wie dringend alle anderen Posten sind, und daß Vertreter der anderen Kommissionen erscheinen und Erhöhungen verlangen werden, kommen wir auf dem eben eingeschlagenen Wege nicht weiter. Nachdem wir uns 8 Tage mit der Aufstellung des Budgets in der Kommission gemüht haben, wollte ich den Herren, welche die Erhöhungen wünschen, die Pflicht auferlegen, uns gleichzeitig zu sagen, wie man das macht, d. h. bei welchem anderen Posten man einen entsprechenden Betrag kürzen kann. Ich erlaube mir, Herr Vorsitzender, Sie darauf aufmerksam zu machen, welche Folgen für das Budget es hat, wenn wir nach Ihrem Vorschlag vorgehen werden. Wir haben hier für das Schulwesen in Palästina Mehrforderungen erheben hören von 26 000 Pfund plus 36 000 Pfund und Herr Dr. Loewe verlangt auch 2500 Pfund, d. i., wie die Herren es wollen, eine Erhöhung des Budgets für Erziehungs- und Schulwesen um fast 50 %. (Rufe: Nein!) Meine Herren, es ist so! Rechnen kann ich! Vizepräsident Dr. Klumel: Wir werden nun abstimmen: Die vorgebrachten Wünsche sind ja die Meinung von einzelnen Herren. Berichterstatter Dr. Halpern: Ich werde allen Ihren Weisungen folgen. Aber ich erkläre von dieser Stelle aus folgendes: Nimmt der Kongreß höhere Posten an, als wir sie ihm vorschlagen, dann bleibt die Verantwortung dafür beim Präsidium und beim Kongreß und die Budgetkommission erklärt, daß sie alle ihre Vorschläge zurückziehen wird, wenn Sie höhere Posten aufstellen und daß Sie dann vor der Situation stehen werden, daß die von Ihnen angenommene Summe von irgend einer Stelle wird bewilligt werden müssen. Sind Sie damit einverstanden und halten Sie das für eine geschäftsordnungsmäßige Behandlung, so füge ich mich selbstverständlich allen ihren Wünschen. (Rufe: Hat die Budgetkommission das Geld in der Tasche? Das ist Diktatur!) Vizepräsident Dr. Klumel: Meine Herren, es liegen 3 Anträge vor. Vor allem der Antrag der Budgetkommission, daß man für das Schulwesen eine Summe von 90 000 Pfund bereitgestellt; wir haben schon einmal das Wort dafür und dagegen gegeben. Delegierter Dr. Braude: Ich stelle den Antrag, diesen Posten auf 110 000 Pfund zu erhöhen (Widerspruch). Ich mache gleichzeitig darauf aufmerksam, daß ich mir vorbehalte, Abzüge bei anderen Posten vorzuschlagen. Berichterstatter Dr. Halpern: So leid es mir tut, Herr Vorsitzender, erlaube ich mir an Sie die formelle Anfrage zu richten, ob es Ihre Meinung ist, daß die Situation nunmehr die ist, daß jedes verehrte Kongreßmitglied zu jedem Posten ohne weiteres einen beliebigen Vorschlag auf Erhöhung machen kann? Werden wir jetzt so prozedieren? Vizepräsident Dr. Klumel: Die Kommission hat ihr Referat erstattet und die Liste ihrer Vorschläge dem Kongreß überreicht. Ein jeder Delegierte hat das Recht, dazu Stellung zu nehmen. Ich stimme über den Antrag Braude ab. Wer ist für den Antrag? Gegenprobe! Der Antrag ist abgelehnt. Wir kommen nun zum Antrag der Kommission. 626

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