Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 564 (sequence 574)
- Language
- German, English, Hebrew
- Belongs to
- journal volume
- OCR quality
- 99% known words query
- IRI
…/3476254-3476278--4864-3481008- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
für den Keren Hajessod zu spenden hat, man übernimmt die Verantwortung, die Gelder gemäß den Versprechungen, die gemacht worden sind, auch tatsächlich zu verwenden. Im letzten Jahre versprachen wir ein Drittel für laufende Ausgaben zu verwenden und zwei Drittel für nationale Investitionen und wirtschaftliche Anlagen. Heute versprechen wir für nationale Investitionen und laufende Ausgaben zusammen höchstens 70% auszugeben und 30% für wirtschaftliche Unternehmungen zu reservieren. Vizepräsident Motzkln (der während vorstehender Ausführungen den Vorsitz übernommen hat): Können Sie nicht diese Ausführungen ... (Unterbrechungen.) Stören Sie nicht! Ich schlage Herrn Simon vor, dieselben Ausführungen bei den einzelnen Punkten zu machen. Mitglied des A.C. Simon: Wenn Sie mir dazu Gelegenheit geben wollen,..... (Rufe: Weiterreden!) Vizepräsident Motzkin: Herr Simon ist damit einverstanden, das, was er vorzutragen hat, bei den einzelnen Punkten zu sagen. Mitglied des A.C. Simon: Wenn ich die Möglichkeit habe, das bei den einzelnen Punkten zu tun. (Rufe: Weiterreden!) Vizepräsident Motzkin: Es wird vorgeschlagen, Herrn Simon weiter reden zu lassen. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Angenommen. Mitglied des A. C. Simon: Ich werde ganz kurz sein. Ich sagte, daß die Organisation eine Verpflichtung übernimmt, wenn man Prozentsätze festsetzt und wenn man Zertifikate ausgibt und wenn man in diesen erklärt, daß die Inhaber der Zertifikate an dem Erträgnis für wirtschaftliche Anlagen beteiligt sind. Aus einer genauen Kenntnis des Budgets, das uns vorgelegt werden wird namens der Budgetkommission, aus einer genauen Kenntnis, der Möglichkeiten, welche mit der Keren Hajessod-Aktion im nächsten Jahre verbunden sind, erkläre ich folgendes: ich will keinen Augenblick daran zweifeln, daß das jüdische Volk bereit sein wird, in großem Maße für den Keren Hajessod zu spenden bei angemessener Aktion und bei angemessener Verwaltung. Aber ich bezweifle es und ich glaube, ich darf sogar sagen, es ist technisch unmöglich, daß wir für die nächsten Monate über jene Gelder verfügen, welche es ermöglichen würden, auf der einen Seite das Budget durchzuführen, das wir vorgeschlagen haben, und auf der anderen Seite die Versprechungen einzuhalten, welche wir den Zertifikatinhabern .der letzten Jahre gegeben haben, oder die neuen Versprechungen, die Dr. Hantke hier unterbreitet hat und welche dahin gehen, daß die Prozentnorm nochmals vom Kongreß feierlich bestätigt und bezüglich der wirtschaftlichen Anlagen noch erhöht werden soll. Ich beantrage, daß die Abstimmung über den Punkt der Anträge der Keren Hajessod-Kommission, welche sich auf die Verteilung der Gelder nach den verschiedenen Zwecken beziehen, ausgesetzt wird, bis wir von der Budgetkommission wissen, was wir überhaupt für das nächste Jahr an Ausgaben vorsehen, bis wir von ihr wissen, wieviel von diesen Arbeiten laufende Ausgaben sind, bis wir von ihr wissen, wieviel wir von diesen Beträgen auf Grund bestehender Verpflichtungen werden ausgeben müssen, unabhängig davon, ob das Prozentverhältnis, das vorgeschlagen wird, 564