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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 522

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 522 (sequence 532)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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Berichterstatter Dr. Margulies: Dann beantrage ich den Punkt 2 so anzunehmen, wie er hier steht, lediglich mit der Aenderung, daß statt „auch wenn" gesagt wird „obwohl" und statt „zweitausendfünfhundert" „zweitausend". Vizepräsident Motzkin: Wer für den Antrag der Kommission ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Angenommen. Es liegt noch ein Amendement Scheinkin vor, daß sich dieser Punkt nur auf Länder beziehen soll, in denen die Zahl der Juden nicht 200 000 überschreitet Wer für diesen Antrag ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag Scheinkin ist abgelehnt. Vom Permanenzausschuß kommt uns eine dringende Mitteilung zu, die ich in Ruhe anzuhören bitte. (Lebhafte Unruhe.) Wenn Sie nicht ruhig sind, werde ich kraft des Rechtes des Präsidenten die Sitzung schließen. Delegierter Alexander Goldstein (Argentinien, jüdisch): Ich habe vor Beginn der Sitzung im Namen des Permanenzausschusses dem Präsidium die Meinung des Permanenzausschusses über die heutige Sitzung mitgeteilt. Ich habe mitgeteilt, daß der Permanenzausschuß bittet, die Abstimmung über das Organisationsstatut im Plenum heute nicht vorzunehmen und zwar aus folgenden Gründen: Der Permanenzausschuß, der alle Gruppierungen und Fraktionen des Kongresses repräsentiert, hat wichtige Beschlüsse über Personalien und andere Fragen des Kongresses zu fassen. Er kann das nur tun, wenn er alle Resolutionen sämtlicher Kommissionen vor sich hat und sie in Einklang bringt mit jenen Vorschlägen und Aenderungen, die nach seiner Meinung für die gesamte Sache notwendig sind. Das ist gegenüber anderen Kommissionen schon geschehen. So z. B. hat die Keren Hajessod-Kommission ihre Vorschläge nach den Anträgen des Permanenzausschusses abgeändert. Dasselbe bezieht sich auch auf das Organisationsstatut. Der zweite Grund ist, daß hier wichtige Beschlüsse über Kommissionsanträge in einer Zeit angenommen werden, wo nicht alle Delegierten die Möglichkeit haben, mitzustimmen. Im Permanenzausschuß sitzen jetzt 40 Herren. Der Permanenzausschuß glaubte, daß man nur dann abstimmen lassen könne, wenn alle Delegierten die Möglichkeit haben, hier zu sitzen. Deshalb hat mich der Permanenzausschuß bevollmächtigt, den Herrn Präsidenten zu bitten: Erstens die Abstimmung jetzt nicht fortzusetzen und zweitens die Vorschläge bezüglich der Organisation vorher dem Permanenzausschusse zu unterbreiten. Vizepräsident Motzkin: Es ist mir nicht bekannt, daß Herr Goldstein offiziell im Namen des Permanenzausschusses dem Präsidium diese Mitteilung gemacht hätte. Ich habe eine solche Erklärung vom Permanenzausschusse nicht gehabt. Hätte ich sie gehabt, so hätte ich nur eines von beiden tun können: Entweder Ihnen vorschlagen, daß wir nicht tagen sollen, oder Ihnen vorschlagen, daß wir tagen und Beschlüsse fassen. Denn nur Reden anzuhören, haben wir keine Lust mehr. Jetzt beruft sich allerdings der Permanenzausschuß auf einen Beschluß, der anfangs gefaßt wurde, den ich aber anders gedeutet habe. Der Beschluß lautete dahin, daß die Resolutionen den Permanenzausschuß passieren sollen. Wir hatten uns nämlich gedacht, daß es einige Resolutionen geben würde, die dem Permanenzausschuß zu überreichen sein würden. Wir hatten aber nicht gedacht, daß der gesamte Beratungsstoff durch den Permanenzausschuß gehen soll. Ich hätte per- 522

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