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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 483

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 483 (sequence 493)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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daß der Kongreß mit einem möglichst großen Resultat endigt. Wie mir mitgeteilt wurde, haben viele Mitglieder die Absicht, Montag zu verreisen. Ich habe mit verschiedenen Herren gesprochen und von vielen das Versprechen erhalten, daß sie noch hier bleiben, wenn wir wirklich Montag fertig werden. Es liegt also vom Präsidium der Vorschlag vor, daß wir noch einen Tag zugeben und zwar so, daß wir nicht Sonntag, sondern Montag schließen und zwar rücksichtslos. Wundern Sie sich nicht, meine Freunde, daß wir hier so lange Debatten geduldet haben, das geschah notgedrungen, weil die Kommissionen noch nicht fertig sind, weil die Referenten nicht berichten können. Wir müssen nun fünf Sitzungen haben und zwar Sonntag vormittag und Sonntag nachmittag, Montag vormittag, Montag nachmittag und Montag nachts. Damit müssen wir schließen. (Rufe: Samstag!) Möge Sie die Nachtsitzung nicht erschrecken. Es ist eine alte Gewohnheit der Kongresse, daß wir sie in der Nacht schließen. Nun ist noch eine Frage, über die Sie zu entscheiden haben: sollen wir morgen abend tagen? Morgen abend findet nämlich die Generalversammlung der Bank statt, eine Sache, die bei uns nicht sehr häufig vorkommt. (Delegierter Dr. Maier-Ebner: Werden morgen abend die Referate fertig sein?) Es ist möglich, daß das Referat über den Keren Hajessod vorliegen wird. Also: Das Präsidium schlägt Ihnen vor, den Montag zuzugeben und Sie mögen entscheiden, ob morgen abend Sitzung sein soll. Delegierter Dr. J. Bierer (Bukowina, deutsch): Ich beantrage, daß wir morgen zusammenkommen, denn ich habe die volle Ueberzeugung, daß wir selbst Montag nicht fertig werden. Delegierter J. Sprinzak (Hapoel-Hazair, Erez Israel, hebräisch): Ich fürchte, daß wir morgen einen leeren Saal haben werden. Die Kommissionen sollen arbeiten, sie stecken mitten in der wichtigsten Arbeit. Vor einem leeren Saal über den Keren Hajessod zu sprechen, bedeutet für diese Versammlung keine Ehre. Wir würden eher auf eine Debatte verzichten. Wir werden bei jedem Punkte Generalredner wählen und werden so die Kongreßarbeit weit ökonomischer führen. Ich schlage also vor, morgen keine Nachtsitzung zu halten und die Kommissionen in ihrer wichtigen Arbeit nicht zu stören. Vizepräsident Motzkin: Wir stimmen ab. Wer dafür ist, daß wir morgen abend eine Sitzung halten, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist mit 41 gegen 70 Stimmen abgelehnt. Unsere Sitzung am Sonntag wird um K10 Uhr vormittags beginnen und zwar pünktlich ohne Rücksicht darauf, wie viele Delegierte anwesend sein werden. Wenn ein Redner nicht anwesend ist, wird er von der Rednerliste unwiderruflich gestrichen. Es liegt ein Antrag vor, daß die Kulturdebatte heute geschlossen und am Sonntag nicht wieder aufgenommen werden soll, mit Ausnahme des Herrn Dr. L u r i e, der das Schlußwort bekommt. Wer dafür ist, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen. Die Tagesordnung vom Sonntag wird sein: Finanzen, Organisation, Keren Hajessod, Berichte der politischen Kommissionen und der Organisationskommission und schließlich die Wahlen. Sie werden mir zugeben, daß wir noch viel zu arbeiten haben. Wir werden jetzt sehr ökonomisch vorgehen müssen. 31* 483

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