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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 434

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 434 (sequence 444)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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keit zu geben, nach Erez Israel nicht nur Touristen und Geistliche zu schicken, sondern in erster Linie die Pionierschaft, die keinerlei Sicherstellung hat, sondern sich mit Blut und Fleiß eine sichere Stellung im Lande erobern will. (Beifall.) Auf der Londoner Jahreskonferenz und später bei der Beratung der Palästinaämter in Mährisch-Ostrau wurde der Beschluß gefaßt, sofort in Palästina eine Einwanderungszentrale zu schaffen. Bis jetzt ist dieser Beschluß nicht ausgeführt worden. Der Kongreß muß die Mittel finden, damit die Leitung sich ein für allemal an diesen Beschluß hält. Die Palästina- Aemter und die Waadej-Aliah sind aus eigener Initiative entstanden, weil London in dieser Hinsicht nichts getan hat. Unsere Weltvereinigung Hapoel Hazair und Zeire Zion kann mit Stolz sagen, daß sie es war, deren erstes Wort Aliah war. Ich muß den Chawer Mereminsky berichtigen, der gesagt hat, daß die Leitung für Einwanderungszwecke im Ganzen die kleine Summe von 200 Pfund gegeben hat. Die Hitachduth hat von der Leitung 3000 Pfund zur Unterstützung von Chaluzim bekommen und hat dafür in einigen Monaten 2000 Chaluzim nach Palästina gebracht. Das ist eins der wenigen positiven Momente der Leitung auf dem Gebiete der Aliah. Man hat uns gesagt, es können nicht parallel zwei Institute bestehen, welche die Aliah führen, und wir haben darauf erklärt, wir wollen vereinigte Palästinaämter schaffen, die mit vereinigten Kräften die Aliah regulieren sollen. Aber nur in einem einzigen Orte ist es gelungen, diese Institutionen zu schaffen. Sonst ist es nirgends gelungen, die reorganisierten Palästinaämter zu schaffen. Wir können eine freie Aliah proklamieren, aber wenn wir nicht die nötigen Mittel schaffen, um sie zu subsidieren, wird die Aliah niemals eine freie sein. 80% derjenigen, die heute nach Erez Israel gehen wollen, haben nicht die nötigen Mittel. Darum wird die freie Aliah ein leeeres Wort bleiben, wenn wir nicht die notwendigen Mittel schaffen. Dr. Korngrün hat gefordert, daß die Aliah in die Kompetenz der Zionistischen Organisation und des Keren Hajessod falle. Selbstverständlich muß das so sein. Aber ich möchte nicht, daß der Keren Hajessod die philanthropischen Aufgaben übernehme, welche die anderen Organisationen haben. Ich möchte auf keinen Fall, daß der Keren Hajessod in einen Joint oder in eine ähnliche Institution verwandelt werde. Zum Zwecke der Subsidierung der Aliah muß eine Kreditinstitution, eine Aliah-Bank gegründet werden, welche allen produktiven Elementen durch kleine Kredite die Möglichkeit geben soll, ins Land zu kommen, und wir sind sicher, daß die neue Institution das Geld in kurzer Zeit zurückbekommen wird. Das wird dazu führen, daß die Chaluzim nicht das Gefühl einer Wohltat empfinden, die ihnen erwiesen wird, und daß wir das nationale Geld nicht verschwenden. Schriftführer Delegierter Dr. Korngrün: Die nächste Sitzung der Aerztekommission findet Freitag Vormittag um 9 Uhr 30 Minuten statt. Morgen um 4 Uhr findet auf Zimmer 56 die Weltkonferenz der Zeire Zion statt. Die deutsche Landsmannschaft versammelt sich heute um 8 Uhr abends in Zimmer 53. Die Sitzung der russisch-ukrainischen Landsmannschaft findet heute abends um %9 Uhr in Zimmer 39 statt. Zwecks Durchführung einer gemeinsamen Aktion werden die Brüder und Schwestern der Bnei Brith Logen ersucht, bestimmt am Samstag, den 10. September, im Logenheim, Kantstraße 7 (Häffners Haus) um 8 Uhr abends zu erscheinen. Diese Einladung gilt auch den Logenbrüdern, die als Gäste am Kongresse teilnehmen. Der Kolonisationsausschuß versammelt sich sofort nach Schluß der Plenarsitzung auf Zimmer 54. 434

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