Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 361 (sequence 371)
- Language
- German, English, Hebrew
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haben viele Fehler bereits überwunden, die Arbeiterkooperative hat ihre Organisation verbessert und wir unsere finanzielle Kontrolle. Wir werden für nächstes Jahr nicht nur Geld, nicht nur Betriebskapital für dieses Equipment verlangen, sondern auch eine Summe Geldes für ein technisches Büro, das mit dieser Arbeit in engem Zusammenhange sein wird. Das sind alles Unternehmungen, welche die Arbeiterkooperative bei sich selbst ausführen kann. Unser Interesse ist es, darauf zu sehen, daß das Betriebskapital, das wir gegeben haben, richtig verwendet werde und daß wir der Arbeiterkooperative die beste technische und administrative Hilfe geben. Nach meiner Meinung kann sich nur auf der Basis der Kooperative eine Industrie in Palästina entwickeln. Nur durch solche kooperative Arbeiterbewegungen wird man jene schweren Irrtümer des kapitalistischen Systems vermeiden, nur so werden wir der Tragödie der Arbeiter in den anderen Ländern entgehen. Dies sind die zwei Rubriken, wo die meisten Arbeiter in den nächsten Jahren Arbeit finden können. Es dürfte dies eine Zahl von 5000 bis 8000 Arbeiter betreffen. Außerdem sind viele private Unternehmungen, die aber vorläufig ganz unsicher sind. 12000 bis 15000 arbeitende Emigranten hoffen wir im nächsten Jahr hineinzubringen. Das ist natürlich nicht die Gesamtzahl derer, die überhaupt einwandern sollen, sondern nur jener, für die die Zionistische Organisation unter den jetzt bestehenden Verordnungen die Verantwortung übernehmen kann. Zum Schlüsse möchte ich die Aufmerksamkeit des Kongresses auf drei Punkte richten: 1. Für dieses Jahr soll die ökonomische Zukunft jener Juden, die nach Palästina kommen, durch die zionistische Bewegung gesichert sein. 2. Die Kontrolle der Immigration soll in den Händen der Zionistischen Organisation bleiben oder dahin zurückkehren. » 3. Das Zentralbüro für Emigration, das bisher in London war, soll nach Palästina übersiedeln. Für mich ist die Einwanderung der Schlüsselpunkt der jüdischen Lage in Palästina. Ohne sie sind alle Erklärungen und Mandate nur Luftschlösser. Selbstdisziplinierte und selbstregulierte Einwanderung unter dem einzigen Gesichtspunkte des Aufbaues Palästinas als jüdisches nationales Heim ist der Schlüssel der Lage. Haben wir diese, dann werden wir durchdringen. (Lebhafter Beifall.) Vizepräsident Berlin: Ich möchte nun einige Mitteilungen machen. Der Permanenzausschuß hält morgen präzise 3Uhr nachmittags im Korpssaal eine Sitzung mit wichtiger Tagesordnung. Morgen um 10 Uhr vormittags Sitzungen der Subkommissionen, der Finanzkommission und Budgetkommission Zimmer 56a, der Keren Hajessod im Korpssaal, Bankenkommission Zimmer 76, Nationalfondskommission Zimmer 57. 361