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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 326

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 326 (sequence 336)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4626-3480770
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kräfte nicht organisiert, auf die jede weitblickende Politik sich stützen soll. Sie hat Vertrauen gepredigt zur neuen palästinensischen Administration Herbert Samuels, die unter dem Einfluß antijüdischer und reaktionärer Beamtenelemente steht und sich vor den arabischen Feudalen und ihrem antijüdischen Terror beugt. Die Leitung hat nicht genügend die Möglichkeit ausgenützt, um das arbeitende Element in Palästina zu vermehren und zu stärken. Sie hat es durch ihre Passivität der palästinensischen Regierung möglich gemacht, unter dem Scheingrund ökonomischer Regulierung die jüdische Arbeitereinwanderung unter politische Kontrolle zu stellen und durch Ausweisungen jüdischer Arbeiter aus Palästina die Juden in Palästina zu Fremden zu stempeln. Die Exekutive und insbesondere ihre palästinensische Vertretung hat die organisierte Arbeiterschaft im Zionismus sowie die Autonomie ihrer Institutionen in Palästina nicht respektiert. Wir bedauern, daß es bis jetzt noch nicht gelungen ist, eine Basis für die Verständigung mit der arabischen Bevölkerung in Palästina zu schaffen, und geben unserer Ueberzeugung Ausdruck, daß eine dauernde Verständigung zwischen den jüdischen und arabischen Arbeitermassen in Palästina gefunden werden kann und wird, die durch Solidarität der Arbeit und die Notwendigkeit eines friedlichen Zusammenlebens auf der Grundlage nationaler Selbstbestimmung verbunden ist. Unsere Stellungnahme zur Leitung hat nichts gemeinsam mit der sogenannten Opposition, die unter dem Schlagwort der Wirtschaftlichkeit und der Mobilisierung des Privatkapitals für Palästina die Verwandlung des Zionismus in ein antinationales, philanthropisches Geschäftsunternehmen auf der Grundlage kapitalistischer Ausbeutung anstrebt und die den Interessen der jüdischen Arbeitermassen feindlich gesinnt sein muß. Wir befinden uns in schärfstem Gegensatze zu den Versuchen der organisierten Orthodoxie, den Zionismus und das palästinensische Judentum einer klerikalen Kontrolle und Macht zu unterwerfen und die geistige Freiheit der jüdischen Arbeiterschaft anzugreifen. Wir wollen nicht unsere Stimmen mit solchen Bestrebungen vereinigen. Wir verkennen auch nicht die besonderen Schwierigkeiten der Exekutive in ihrem Kampfe gegen die antidemokratischen und plutokratischen Gruppierungen in der letzten Zeit in unserer Bewegung. Durch ihre Aktion für den Keren Hajessod hat die Leitung einen Anfang gemacht, um ein nationales Kapital für den Aufbau Palästinas aufzubringen. Aus all diesen Gründen kann die Fraktion Poale Zion für den Antrag auf Erteilung des Absolutoriums nicht stimmen, verzichtet aber auf den Ausdruck einer prinzipiellen Opposition durch ein Gegenvotum." Vizepräsident Motzkin: Ueber die soeben verlesene Deklaration haben wir nicht abzustimmen. Herr C h e i f e z hat das Wort zur Abgabe einer Deklaration. Delegierter Cheifez (Zeire Zion-Rußland, liest, jüdisch): „Die sozialistische Fraktion Zeire Zion stellt fest, daß die politischen Erfolge der Leitung, die bei den herrschenden Verhältnissen 326

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