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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 296

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 296 (sequence 306)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4596-3480740
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Möge dieser Kongreß im Geiste von H e r z 1 und W o 1 f f s o h n stehen und den Weg finden, der zu einem Zusammenarbeiten führt aller derjenigen, die für den Wiederaufbau Palästinas Herz und Verständnis haben. Selber hoffe ich, daß ich bald wieder, so wie früher, mich an der zionistischen Arbeit beteiligen kann. Mit dem Wunsch, daß Ihre Beratungen Klarheit und Einigung bringen mögen, bin ich Mit Zionsgruß (Gez.) J.H. Kann. Aus Bad-Gastein (englisch): An die Delegierten des XII. Kongresses! In der schweren Aufgabe, die vor Ihnen liegt, möge die große Zukunft, die unser Volk erwartet, Ihre Beratungen inspirieren. Ich bin überzeugt, daß Ihre Blicke und Ihre Gedanken nur auf Erez Israel gerichtet sind und daß die schwerwiegenden Entscheidungen, die Sie zu treffen haben, in hohem Maße zum Aufbau des Landes beitragen werden, das uns allen teuer ist. Mit besten Wünschen für einen guten Erfolg James de Rothschild. Weitere Telegramme sind eingelaufen vom OberrabbinatfürPalästinain Jerusalem, von der OrganisationderSephardim in Jerusalem, vom Verbände der landwirtschaftlichen Arbeiter in Palästina, von der Kolonie Rischon Lezion, von den Yemeniten in Jaffa, von dem Beamtenkörper des Vaad Hazirim in Jerusalem, der Frauengruppe des Misrachi in Jerusalem, vom Keren Hajessod-Komitee in New York und vielen anderen Körperschaften und Gruppen. Ferner sind Telegramme eingetroffen von: Prof. Albert Einstein (Berlin), Aldermann Jakob Moser (Bradford) und von den A.C.-Mitgliedern Dr. Feiice Ravenna (Ferrara) und Dr. S. Rosenbaum (Kowno). Die restlichen, sehr zahlreichen Begrüßungsschreiben werden dem Kongreß bei der nächsten passenden Gelegenheit vorgelegt werden. Ich glaube, daß es schade wäre, dem Kongresse jetzt die Zeit damit wegzunehmen. Vizepräsident Motzkin: Herr Dr. R u p p i n hat jetzt das Wort zum Referate über Palästina. Mitglied der Exekutive Dr. Arthur Ruppin (mit lebhaftem Beifall und Händeklatschen begrüßt, spricht deutsch): Seitdem ich dem XL Kongreß vor 8 Jahren zum ersten Male über unsere wirtschaftliche Tätigkeit in Palästina berichtete, hat sich die Welt für uns gewandelt; gewandelt zum Besseren und zum Schlechteren. Vor 8 Jahren waren wir nicht viel mehr als eine private Sekte und stießen nur zu häufig mit unseren wirtschaftlichen Anregungen auf die Geringschätzung, welche man in den Kreisen der Regierungen und in den Kreisen der gefestigten Traditionen jedem Sektenwesen entgegenbringt. Jetzt haben wir durch die Balfour-Deklaration einen locus standi im Rate der Völker. Das spöttische Lächeln vieler unter unseren eigenen Volksgenossen ist der Achtung und der Bewunderung für die Wucht unserer Idee gewichen. Die Zahl der Juden, die unserer Sache zuneigen, hat sich bedeutend vermehrt und 296

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