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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 226

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 226 (sequence 236)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4526-3480670
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Ich gestatte mir, noch folgendes Telegramm vorzulesen: Aus Wien (deutsch): Anläßlich der Tagung begrüße ich den Kongreß im Namen des Ukrainischen Nationalrates Galiziens, der als erster die Selbständigkeit und Gleichberechtigung der jüdischen Nation anerkannt hat, und wünsche beste Erfolge. Petruschewytsch, Präsident. Außerdem sind mehrere Hundert Telegramme von zionistischen Vereinen, Komitees und einzelnen Personen aus mehreren Ländern eingelangt und werden nach Sortierung teilweise hier vorgelesen und teilweise den Delegierten zur Einsicht zugänglich gemacht werden. Vizepräsident Dr. Klumel: Das Präsidium bekommt die Mitteilung, daß hier im Saale manche Delegiertenplätze von Gästen besetzt sind. Ich richte an die Gäste die Bitte, den Saal zu verlassen und Plätze auf der Galerie einzunehmen. Wir können diese Ordnung hier unmöglich zulassen. Das Wort hat Herr Dr. B r u c k. Vorher hat sich noch Herr Raffalovitch zur Geschäftsordnung gemeldet. Ich erteile ihm das Wort. Delegierter J. Raffalovitch (Order of Ancient Maccabeans, spricht englisch): Ich stelle den Antrag, daß die Redezeit für jeden Redner auf 10 Minuten beschränkt werde. Vizepräsident Dr. Klumel: Will jemand gegen den Antrag sprechen? Delegierter Dr. S. Daiches (England, spricht englisch): Ich möchte gegen den Antrag sprechen. Wir haben eine Abmachung, daß die Gruppenredner je eine halbe Stunde Redezeit haben. Es wäre ungerecht, wenn die Gruppenredner, die jetzt noch zum Worte kommen, bloß 10 Minuten Redezeit haben würden. Vizepräsident Dr. Klumel: Ich bringe den Antrag zur Abstimmung. Wer für den Antrag Raffalowitsch ist, die Redezeit auf 10 Minuten zu beschränken, möge die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause:) Der Antrag ist angenommen, die Redezeit ist somit auf zehn Minuten beschränkt. Das Wort hat Herr Dr. Bruck. Mit Rücksicht darauf, daß ihm das Wort erteilt worden ist, bevor der Antrag auf Einschränkung der Redezeit zur Abstimmung gebracht worden ist, hat er das Recht, eine halbe Stunde zu sprechen. Delegierter Dr. Zwi Bruck (Palästina, beginnt seine Rede in hebräischer Sprache): Geehrte Versammlung! Es ist für einen Delegierten Palästinas nicht angenehm, von dieser Tribüne herab in einer fremden Sprache zu sprechen, aber, da ich Ihnen die große Erbitterung im Lande und die geistige Verfassung seiner Bewohner schildern will, muß ich in einer Sprache sprechen, die alle verstehen. (Jüdisch fortfahrend): Meine Herren! Will man über die Fehler und Mängel in unserer Arbeit im Lande sprechen, — und besonders von der Tribüne des Kongresses, — so sagen 226

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