Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
- Date
- 1922-01-01
- Page
- Seite 222 (sequence 232)
- Language
- German, English, Hebrew
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Das sind Phrasen, wie wir sie schon gehört haben. Meine Herren,, es durfte niemand von uns eines der wichtigsten Instrumente, um Geld aufzubringen, in dieser Weise in seinen Fundamenten untergraben, einerlei, was ihm geschehen war. Sie, Herr de Lieme, hatten nicht das Recht, weil Sie mit Ihrer Ansicht in der Minderheit geblieben sind, zu sagen, weil nicht das geschieht, was ich mir denke, so taugt die ganze Sache nicht. Und nun zur Geullath Haarez, wie „ich sie verstehe". Was verstehen Sie darunter? In dem Bericht über die Emek Jesreel-Käufe machen Sie den Vorschlag, man soll für 300 000 Pfund Sterling städtischen Boden kaufen. Ist das ein besserer Vorschlag? Ich überlasse es der Versammlung zu entscheiden, was besser ist: 50 000 Dunam in Emek Jesreel für 200 000 Pfund oder 600 000 Ellen Boden in Jerusalem für 350 000 Pfund. (Lebhafte Zustimmung.) Ich bin durchaus der Ueberzeugung, daß dieser Kauf in Emek Jesreel nötig war, denn er allein gibt uns erst die Möglichkeit, über Kolonisationsfragen praktisch zu sprechen und nicht in der leeren Luft zu fechten, wie wir es sonst hätten tun müssen. Vielleicht habe ich große Fehler gemacht. Ich glaube, daß jeder, der in Palästina arbeiten wird, Fehler machen wird. Wir können nur aus den Fehlern lernen. Es gibt leider keine mathematischen Lehrbücher für die Landwirtschaft und Kolonisation in Erez Israel, aus denen man für jeden Fall Regel und Ausführung lernen kann. Aber ich habe vielleicht noch andere Fehler gemacht. Ich habe in der ganzen Zeit, in der ich die Palästinaarbeit leite, wahrscheinlich zu viel geschwiegen und wie ein Packesel alles getragen, was man mir aufgeladen hat. Ich hätte viel mehr von anderen verlangen sollen, daß sie ihr Teil an der Arbeit tun, daß die Organisation Geid schickt und nicht mir überläßt, dasselbe aufzutreiben, wie es vor dem Kriege fast ausschließlich gewesen ist. Und doch, meine Herren, wäre ich still geblieben, wenn es sich hier nur um meine Person gehandelt hätte. Aber es handelt sich meines Erachtens nicht um die einzelnen, sondern um das Werk, das in Palästina doch durch die Zionistische Organisation, wenn Sie wollen: durch meine Vermittlung, geschaffen worden ist. Und dieses Werk will ich nicht heruntersetzen lassen; denn es hat einen Wert, mögen Sie sagen, was Sie wollen. Seinerzeit, als ich nach Palästina kam, war ich es, der veranlaßt hat, daß der N. F. den Kredit gegeben hat, durch den die Gründung von Tel Awiw möglich war, und was Tel Awiw für Sie bedeutet, wissen Sie ja. Ich habe die ersten Farmen gegründet und eine neue Idee in die landwirtschaftliche Kolonisation hineingebracht. Das Palästinaamt hat die jemenitischen Juden mit geringen Mitteln hingebracht, die unseren Jischuw verstärken. Wir haben das Privatkapital in der Form von Achusoth zu organisieren versucht. Ich glaube, daß der beste Beweis für unsere Arbeit das Vertrauensverhältnis ist, das kurz vor dem Kriege in Palästina selbst und in der Welt zu unserer Arbeit bestand. Fragen Sie die Palästinenser und die Touristen und sich selbst, Herr Simon, wie vor dem Kriege unsere Arbeit beurteilt wurde. Ich glaube, daß wir mit dieser Arbeit und mit den geringen Mitteln, die uns zur Verfügung standen, das Maximum dessen geleistet 222