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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1922-01-01 · 12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921 · p. Seite 95

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
12 (1922) Karlsbad, 1. bis 14. September 1921
Date
1922-01-01
Page
Seite 95 (sequence 105)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476278--4395-3480539
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ZWEITER VERHANDLUNGSTAG Freitag, den 2. September 192L 3. (Vormittag-) Sitzung. Beginn: 10 Uhr 25 Minuten vorm. Vizepräsident Motzkin: Ich eröffne die Sitzung und bitte Sie, Ihre Plätze einzunehmen. Meine Herren! Wir hatten gestern eine größere Zahl von Delegiertenmandaten verifiziert. Diese Herren haben heute ihre Delegiertenkarten bereits erhalten. Es gibt aber noch eine Anzahl von Delegierten, deren Mandate noch nicht sanktioniert sind, und diese werden in den Saal nicht hineingelassen, da der Legitimations-Ausschuß des Kongresses mit Recht erklärt hat, daß nur die von seinem Vorsitzenden unterzeichneten Delegiertenkarten gelten. Ich glaube aber, daß wir den Delegierten gegenüber, deren Mandate noch nicht verifiziert sind, die Pflicht haben, sie bis zur Erledigung dieser Frage in den Saal hineinzulassen. Wenn Sie damit einverstanden sind, dann wird ein Ordner beauftragt werden, dies zu veranlassen. (Zustimmung.) Nunmehr gehen wir zu unseren Arbeiten über. Gesinnungsgenossen! Gestern waren wir bereits mitten in der Generaldebatte über die Tätigkeit der Exekutive. Als erster hat Herr Julius Simon gesprochen. Wir hatten nämlich im Aktionskomitee den Beschluß gefaßt, Ihnen folgendes zu unterbreiten: wir wollen nach der Redeordnung, die wir in der A. C.-Sitzung in Prag ausgearbeitet haben, vorgehen, aber für die Herren Julius Simon und de Lieme als gewesene Mitglieder der Exekutive insofern eine Ausnahme machen, als sie das Recht haben sollen, am Anfang und zu Ende der Generaldebatte zu sprechen. Gestern ist dieses Recht von Herrn Simon bereits ausgeübt worden, heute soll dasselbe für Herrn de Lieme gelten. Ich will Sie im übrigen damit bekannt machen, wie die Redeordnung für die Generaldebatte im allgemeinen festgesetzt worden ist. In Prag hat man folgendes akzeptiert: die Landsmannschaften, Fraktionen oder Gruppen, die wenigstens 20 Mitglieder des Kongresses zählen, sollen zuerst in der Reihenfolge ihrer Größe das Wort für je einen Vertreter haben, nachher kommt dieses Recht allen andern zu, und zwar heißt es „entsprechend der Größe der andern Gruppen". Dies soll akzeptiert werden und dies ist eine Art Geschäftsordnung. Diese Geschäftsordnung müssen Sie genehmigen, damit wir danach die Liste der Redner aufstellen können. Nun will ich gleich mitteilen, wie sich die Rednerliste stellen würde, damit Sie nicht einen Horror vor dieser Geschäftsordnung bekommen. Zuerst spricht ein Vertreter der Misrachi als der stärksten Gruppe, dann spricht ein Vertreter der polnischen Landsmannschaft, dann ein Vertreter der Hitachduth, dann ein Vertreter der amerikanischen Landsmannschaft, dann ein Vertreter der großrumänischen und dann noch drei oder vier Vertreter andrer großer Gruppen. Nachher wird dieser Vorgang nicht mehr innegehalten werden, dann kommt die Liste der übrigen Redner. Nun ist in Prag noch folgendes dazu beschlossen worden: ein Redner hat nur das Recht auf eine halbe Stunde höchstens — höchstens bedeutet aber nicht, daß er durchaus eine halbe Stunde sprechen muß — die Exekutivmitglieder das Recht auf je eine Stunde. Sind Sie mit dieser Ordnung einverstanden? (Zustimmung und Widerspruch.)

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