Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 368 (sequence 375)
- Language
- German, English, Hebrew
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- 368 — Das Actions-Comite soll beauftragt werden, Mittel und Wege zur systematischen Stärkung der jüdischen Arbeit in Palästina zu finden und die dazu nötigen Mittel in seinem Budget vorzusehen. b) Antrag H. Farbstein. In Anbetracht der schwierigen Lage der jüdischen Arbeiter in Palästina wird beantragt, daß der Nationalfonds jedem jüdischen Arbeiter, der fünf Jahre in Palästina gearbeitet hat, eine Parzelle Boden für 99 Jahre in Erbpacht geben und eine gewisse Summe für Gebäude und Inventar bei Abzahlung in zwanzig Jahren gewähren soll. Der Nationalfonds wird ersucht, spezielle Maßnahmen zu treffen, um die Ausbildung und Fortbildung von Landarbeitern zu ermöglichen. Der Nationalfonds wird ersucht, in der Nähe der jüdischen Kolonien Arbeiteransiedlungen zu errichten. c) Antrag Trietsch. Der Kongreß macht es dem Direktorium des Nationalfonds zur Pflicht, bis spätestens zur Jahreskonferenz ein System der Wirksamkeit des Nationalfonds in Palästina auszuarbeiten und seine gründliche Diskussion zu veranlassen. Am Sitz der Leitung ist eine besondere Palästinazentrare (Ressort oder Amt) zu errichten, der es obliegen soll, alle auf Palästina und seine Nachbarländer sowie auf die jüdische Kolonisation bezüglichen Materialien zu sammeln und für die Zwecke aller jüdischen Palästinabestrebungen zur Verfügung zu halten. Mit diesem neuen Palästina-Amte, dem eventuell auch der Verkehr mit den entsprechenden Instituten in Palästina zufällt, ist ein Emigrationsamt zu verbinden, daß die Grundlagen der jüdischen Einwanderung zu untersuchen und seine Ergebnisse in entsprechender Weise zu verwerten hat. Das neue Palästinaressort soll bestrebt sein, sich zur Zentralstelle aller palästinawirtschaftlichen Unternehmungen zu entwickeln und sich auch die allgemeine Palästinapropaganda angelegen sein lassen. Es soll mit einer Bibliothek, einem Archiv und einem Publikationsorgan verbunden sein und in geeigneter Weise die Heranziehung und Ausbildung jüngerer Kräfte fördern und bewirken, die uns den immer weiteren und beschleunigten Ausbau der Palästina- Arbeit ermöglichen soll. Der Antrag bezüglich der Palastinazentrale wird an das Actions- Comite zur Durchberatung und Beschlußfassung überwiesen. Die Palästina-Kommission erklärt einstimmig ihre prinzipielle Billigung dieses Antrages und überweist ihn zur Beschlußfassung dem Actions- Comite. (S. 345 ff.) Hebräische Universität Der Kongreß beschließt, das Actions-Comite zu beauftragen, eine Kommission einzusetzen zum Zwecke der vorbereitenden Arbeiten für die Gründung einer hebräischen Universität in Jerusalem. (S. 344.) Jüdischer Kulturfonds „Kedem" Der Kongreß erklärt, daß der Jüdische Kulturfonds „Kedem" eine öffentliche Institution der zionistischen Bewegung ist, und legt