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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 345

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 345 (sequence 352)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 345 — Dei. Hochmann gibt die englische Uebersetzung. Präsident Wolffsohn: Andere Sprachen sind wohl nicht nötig. Wer für diesen Antrag ist, erhebe die Hand (geschieht). Ich bitte um die Gegenprobe. (Dieselbe erfolgt.) Der Antrag ist mit allen gegen drei Stimmen angenommen. (Stürmischer, langanhaltender, sich immer wieder erneuernder Beifall. — Die Versammlung erhebt sich unter lebhaften Ovationen im1 Saale und auf der Galerie.) Geehrter Kongreß! Es wird mir mitgeteilt, daß wir Punkt 10 Uhr schließen müssen, weil der Saal für andere Zwecke bestimmt ist. Es bleibt uns somit nur die Möglichkeit, jetzt die Budgetfrage zu erledigen und dann eine Pause eintreten zu lassen, was ich vorschlage, und dann eventuell um 9 Uhr eine feierliche Schlußsitzung abzuhalten, die Wahlen vorzunehmen und den Kongreß zu schließen. Ich nehme an, daß der Kongreß damit einverstanden ist, daß wir jetzt die Budgetfrage erledigen, und daß wir dann um! 9 Uhr eine Sitzung für die Wahlen haben und dann den Kongreß schließen. (Zustimmung.) Del. Slatopolski (Schlußwort als Referent des „Kedem", hebräisch): Der „Kedem" ist eine Schöpfung unserer Organisation und darin erblicken wir seinen Wert. Wir haben es endlich erlebt, daß wir vor der Verwirklichung eines unserer sehnsüchtigen Wünsche stehen; das Technikum in Haifa wird demnächst eröffnet werden. Aber wie schmerzlich müssen wir es empfinden, wenn uns gesagt wird, daß dort nicht unsere hebräische Sprache die Vortragssprache sein wird. Der „Kedem" gibt uns die volle Garantie, daß bei seinen Gründungen niemals eine derartige Befürchtung wird platzgreifen können. Es ist hier die Frage aufgeworfen worden, wie sich der „Kedem" zur Tradition verhalte. Und es ist auch gesagt worden: Es genüge nicht, hebräisch zu sprechen; man müsse hebräisch handeln. Ja, unsere Aufgabe ist es gewesen, Ihnen die Ueberzeugung beizubringen, daß, wer hebräisch handeln will, auch hebräisch sprechen muß. (Beifall.) Unser heißestes Bestreben wird es sein, Land, Sprache und Tradition zu vereinigen. (Großer Beifall.) Präsident Wolffsohn: Das Wort hat Herr S o k o 1 o w. Mitglied des E. A. C. Sokolow (hebräisch, sodann deutsch): Die hier bestehende Organisation der sephardischen Studenten hat vorgestern eine Versammlung einberufen, auf der beschlossen worden ist. eine allgemeine nationale Organisation der Sephardim zu begründen. Dies ist ein Lieblingsgedanke der zionistischen Kongresse, der Ihnen seit langem bekannt ist, und es gereicht uns zur großen Freude, zu sehen, daß dieser Gedanke jetzt einer Verwirklichung entgegengeht. (Lebhafter Beifall.) Präsident Wolffsohn: Das Wort hat Herr Boris G o 1 d b e r g. Berichterstatter Boris Goldberg: Geehrter Kongreß! Im Auftrage der Palästina-Kommission habe ich Ihnen eine ganze Reihe von Vorschlägen zu unterbreiten und bitte Sie, Ihre Zustimmung dazu zu geben. Die Arbeit der Palästina-Konimission war auf diesem Kongresse sehr erschwert, weil sie in sehr später Stunde gewählt worden ist und wenig Zeit zur Verfügung hatte, um so mehr, da eine ungemein große Menge von Anträgen über die wichtigsten Probleme der Palästina-Arbeit eingelaufen ist und wir kaum Zeit hatten, dieselben gründlich durchzih beraten. Aus diesem Grunde macht die Palästina-Kommission folgende Vorschläge (liest): Das Actions-Comite wird ersucht, die im Laufe der Kongreßperiode einlaufenden Materialien, soweit dieselben nicht eine geschäftsmäßige Erledigung gefunden haben, zu sammeln, zu sichten

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