Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 347)
- Language
- German, English, Hebrew
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DREIZEHNTE SITZUNG Dienstag, den 9. September 1913 Beginn der Sitzung: 3/46 Uhr nachmittags Präsident Wolffsohn: Ich eröffne die Sitzung und erteile das Wort Herrn Dr. B o d e n h e i m e r. Vizepräsident Dr. Bodenheimer: Es handelt sich nur um eine kleine Angelegenheit, mit der sich der Kongreß auf einen Augenblick befassen muß. Es ist eine formelle Sache zu erledigen, und idh habe im Auftrag des Kollegen Herrn Dr. M a r g u 1 i e s Ihnen folgendes mitzuteilen: Heute morgen ist eine Ehrengerichtsordnung ohne Debatte ange* nommen worden. Diese Ehrengerichtsordnung ist redaktionell noch nicht durchgesehen. Sie leidet an gewissen Lücken. Wir haben deshalb den Wunsch, daß diese Ehrengerichtsordnung einer kleinen Kommission übergeben werde, welche dem Actions-Comite Bericht erstatten soll, und dieses soll dann die Redaktion der Ehrengerichtsordnung feststellen, sie publizieren, und in dieser Form soll dann die Ehrengerichtsordnung Rechtskraft haben. Herr Dr. M a r g u 1 i e s beantragt deshalb: „Es wird die Ernennung einer Kommission beschlossen, bestehend aus den Herren Dr. Bodenheimer, Gronemann, Dr. M a r g u 1 i e s und Dr. Mun k, behufs redaktioneller Durchsicht und Ergänzung der Ehrengerichtsordnung. Das Große Actions-Gomite wird ermächtigt, die revidierte Ehrengerichtsordnung anzunehmen und zu veröffentlichen." Ich bitte Sie, nachdem Sie heute, morgens, in einer halben Minute diese Sache erledigt haben, auch diese Kommission in derselben Weise durch Akklamation zu beschließen. (Lebhafter Beifall.) Präsident Wolffsohn: Wer für die Wahl dieser Kommission ist, erhebe die Hand. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause): Der Antrag Bodenheimer ist angenommen. Das Wort hat Herr Shulmann. Del. Max Shulmann (jiddisch) berichtet über das Programm der Achusavereine in Nordamerika und Canada und über die Erfolge dieser Organisationen. Präsident Wolffsohn: Ich ersuche die Nichtdelegierten, die rückwärtigen Plätze einzunehmen. Das Wort hat Herr Ehrenreich aus New York. Del. Ehrenreich (jiddisch): Zunächst will ich über die hebräische Sprache sprechen. Wir alle verstehen und lieben die hebräische Sprache, aber trotz unserer großen Liebe darf sie nicht die alleinige Kulturarbeit sein, die wir bieten. Ich will nun zum Referate Prof. Weizmanns Stellung nehmen. Er hat gesagt, daß bereits im März diese Frage