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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 315

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 315 (sequence 322)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 315 — Del. Dr. Nacht (übersetzend): Herr Scheinkin meint, daß man, da bis jetzt noch kein Gegner der Universitätsfrage gesprochen hat, auch einem solchen das Wort erteilen müßte. Außerdem macht er ganz besonders auf Dr. Klausner aufmerksam, der einer der Ersten ist, die die Universitätsfrage angeregt haben, und der daher ebenfalls gehört werden soll. Del. Torczyner: Ich habe mich noch früher zur Geschäftsordnung gemeldet und will, da ich jetzt zum Worte komme, hervorheben, daß mir die Frage so wichtig und so wertvoll für uns zu sein scheint, daß ich glaube, daß wir nicht nur auch die Meinungen der Gegner hören sollen — auf die gebe ich wohl weniger — als auch die Meinungein von Leuten, welche die Universität unter sich haben werden, welche in Palästina leben und daher imstande sind, sich über die Frage zu äußern und ihre Meinung uns vorzutragen. Ich glaube, die Anschauungen dieser Männer können allein für uns maßgebend sein, uns für oder gegen auszusprechen. Ich glaube deshalb, daß wir die Rednerliste nicht früher schließen können, bevor wir nicht unsern Gesinnungsgenossen Dr. M a s i e gehört haben, einen praktischen, viel beschäftigten Arzt in Jerusalem, der sich zu dieser Debatte zum Worte gemeldet hat. Dieser Mann kann uns über die in Rede stehende Angelegenheit sehr wohl Aufschlüsse geben, und ich wünsche von ihm in dieser Frage etwas zu hören. Ich stelle daher den Antrag, heute abend überhaupt von der Schließung der Rednerliste abzusehen. Wir werden morgen früh darüber schlüssig werden, Heute aber soll die Debatte solange fortgeführt werden, bis Herr Dr. M a s i e zum Wort kommt. Vizepräsident Julius Simon: Damit Herr Dr. Masie zum Worte gelange, wäre es notwendig, daß noch 15 Redner vor ihm sprechen. Wir müssen aus Gründen der Technik, damit wir unsere Verhandlungen ruhig zu Ende führen können, heute abend über die Frage der Generalredner schlüssig werden. Ich möchte daher vorschlagen, wir sollen über den vorliegenden Antrag hinaus, daß nur vier Generalredner mit 15 Minuten Redezeit gewählt werden sollen, für die Wahl von sechs Generalrednern stimmen. Man wird innerhalb dieser Zahl den Gegnern genügend Gelegenheit geben, noch zum Worte zu kommen. Ich bringe also den Antrag in dieser Form zur Abstimmung. (Delegierter Torczyner: Mein Antrag, die Rednerliste überhaupt nicht zu schließen, ist der weitgehendste!) Es liegt ein Antrag vor, der weitergehend ist, auf Wahl von sechs Generalrednern mit 15 Minuten Redezeit. Außerdem aber hätten das Wort noch zu erhalten: Herr Struck und Rabbiner Reines, sowie Herr Dr. Bendersky. Wer für den Antrag in dieser Form ist, wolle die Hand erheben. (Geschieht.) Ich bitte um die Gegenprobe. (Nach einer Pause.) Der Antrag ist angenommen. Die Redner, welche zur Kulturdebatte, zur Universitätsfrage sprechen wollten, mögen sich morgen früh vor Beginn des Kongresses im Zimmer Nr. 20 versammeln. Del. Scheinkin: In 15 Minuten kann Dr. Klausner über die Universität nicht sprechen! Vizepräsident Julius Simon: Herr Scheinkin hat nicht das Wort! Der Kongreß hat entschieden. Ich habe folgende Mitteilungen zu machen: Die Palästinakommission versammelt sich morgen früh 8 Uhr im Zimmer Nr. 8 dieses Gebäudes. Der Permanenzausschuß tagt morgen früh 10 Uhr im Zimmer Nr. 20. Und nun erteile ich zu einem kurzen Schlußworte dieser Sitzung das Wort Herrn Dr. Y e 11 i n. Del. David Yellin (hebräisch): Geehrter Kongreß! Je nach der Größe des Mannes sind auch seine Ziele. Und wenn wir dazu gelangt

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