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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · page 294

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
– (sequence 294)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476276--4206-3480349
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ELFTE SITZUNG Montag, den 8. September 1913 Beginn der Sitzung: 9 Uhr abends Präsident Wolffsohn: Ich eröffne die Sitzung und erteile das Wort Herrn Slatopolsky, der in Vertretung des Herrn Feldstein dessen Referat über den Kulturfonds „Kedem" erstatten wird. Herr Feldstein ist leider erkrankt und nicht imstande, hier selbst zu sprechen. Ich werde in Ihrem Namen Herrn Feldstein die besten Grüße übermitteln und ihm baldige Besserung wünschen. (Lebhafter Beifall.) Del. Slatopolsky Verliest das hebräische Referat M. Feldsteins: Der X. Kongreß hat einen wichtigen Beschluß gefaßt, den die früheren Kongresse nicht zustande bringen konnten. Die Frage der hebräischen Kultur war für uns immer ein Stein des Anstoßes, und darum pflegten wir sie von Konferenz zu Konferenz, von Kongreß zu Kongreß zu verschieben. Allein diese Frage reifte kraft ihres wirklichen inneren Lebens immer mehr heran, so daß der X. Kongreß sie als ein vollkommen lebensfähiges Gebilde nicht mehr länger hinausschieben konnte und seinerzeit nach großen, hitzigen Diskussionen endgültig folgenden Beschluß faßte: „Der X. Kongreß fordert das Engere Actions-Comite auf, die Kulturarbeit in Palästina und in den Nachbarländern zu ordnen und zu zentralisieren." Um diesen Beschluß auszuführen,, wählte der vorjährige „Kleine Kongreß" eine Vorbereitungskommission von 5 Mitgliedern, die ein Organisationsstatut ausarbeiten sollten bezüglich eines eigenen Kulturvereins für Palästina. Aus den hier heute verteilten Prospekten ist ersichtlich, daß die Vorbereitungskommission ihre Pflicht gewissenhaft erfüllt hat. Der „Kedem" ist gegründet, und bald wird er auch seine praktischen Arbeiten beginnen, da er bereits in London als eine englische Gesellschaft die Sanktion der Regierung erlangt hat. (Beifall.) Um nun den geehrten Kongreß über das Wesen des „Kedem" und sein Arbeitsprogramm, welches er seiner zionistischen, kulturellen und politischen Betätigung gesetzt hat, näher aufzuklären, müssen wir zuerst die frühere Zeit uns vor Augen halten, in welcher die kulturelle Frage sich in unserer nationalen Bewegung zu entwickeln begann, und dabei auch die vielen Faktoren berücksichtigen, welche die Bedingungen durch eine für die Gründung einer eigenen Institution geregelten Kulturarbeit geschaffen haben. Wissenschaft und Lebenserfahrung haben uns gelehrt: Solange die Glieder der Nation nicht zu einem kulturellen sprachlichen Ganzen

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