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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 141

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 141 (sequence 148)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476276--4060-3480203
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— 141 — geeignet sind. Das habe ich auf dem vorigen Kongresse gesagt, und das wiederhole ich bei jeder Gelegenheit. Wählen Sie aber nicht Parteileute, die auf eine bestimmte Richtung eingeschworen sind und. die dann, wenn sie zur Bank kommen, l'ediglich ihre Parteiinteressen im Auge haben. Geehrter Kongreß! Der vorige Kongreß wurde der Friedenskongreß genannt, und ich darf es ohne Ueberhebung sagen, ich habe viel zu diesem Frieden beigetragen. Kein geringerer als Ussischkin hat mir dieses Zeugnis ausgestellt. Er nannte mich den Helden des Kongresses, den „Gibbor", der den ^jezer horah" seinen eigenen Willen bezwungen hatte. Ich bitte Sie, meine Damen und Herren, machen Sie diesen Kongreß nicht zu einem Kongreß des Unfriedens, zerstören Sie nicht, was wir in fünfzehnjähriger schwerer Arbeit geschaffen haben. Lehnen Sie das ab, was inbezug auf die Bank verlangt wird. Kommen Sie in die Generalversammlung, üben Sie dort Kritik, aber hüten Sie sich vor einem Schritte, der vielleicht geeignet ist — verzeihen Sie, wenn ich das Wort ausspreche, es entspricht aber meiner innersten Ueberzeugung — unsere Banken zugrunde zu richten. Das wollen wir nicht erleben. (Stürmischer, langanhaltender, sich immer wieder erneuernder Beifall — die Versammlung erhebt sich unter Hüte- und Tücherschwenken.) Vizepräsident Dr. Bodenheimer (das Hammerzeichen gebend): Ich bitte um Ruhe! (Erneuter, langandauernder stürmischer Beifall.) Es sind moch zwei Generalredner auf der Liste. Das E. A. C. hat doch auch £las Recht, noch das Wort zu nehmen und ich nehme an, daß Herr Dr. H a n t k e und Herr Dr. Jacobson das Wort ergreifen werden. Der nächste auf der Liste stehende Redner ist Herr Motzkin. Herr Motzkin beantragt jedoch Schluß der heutigen Sitzung. (Beifall. Widerspruch.) Wir müssen diese Frage entscheiden. (Lebhafte Zwischenrufe.) Ich bitte um Ruhe. Wenn Sie alle durcheinander reden, werden Sie mich ja nicht verstehen! Herr Motzkin erklärt, daß er erschöpft ist, und daß seine Rede ungefähr 1 Stunde in Anspruch nehmen werde. Unter diesen Umständen können wir unmöglich die Verhandlungen heute noch fortsetzen. Ich werde nun über den Antrag auf Schluß der Sitzung abstimmen lassen. (Große Unruhe.) Wir werden gleich den Kongreß schließen. Ich bitte Herrn Simon, noch einige geschäftliche Mitteilungen zu verlesen. Vizepräsident Julius Simon: Eine wichtige Mitteilung für die Delegierten. Drunten im Postbureau liegt eine Menge von Geldbriefen und andern Sachen, speziell für die Mitglieder der russischen Landsmannschaft. Heute i/29 Uhr abends versammeln sich die M i s r a c h i im Beethovensaale. Die g a I i z i s c h e Landsmannschaft versammelt sich um 9 Uhr im Beethovensaale, 2. Stock. Das Meeting im Sofiensaale findet heute um 3/4g Uhr abends statt. Es werden folgende Redner sprechen: Dr. Bodenheimer, Julius Simon, Isaak Strauß, Leon Reich und Mossinson. Die russische Landsmannschaft versammelt sich heute 1/2*) Uhr abends im Kursalon. Die Kartenausgabe für die Akademiker zum akademischen Festakt findet morgen 9 Uhr früh statt.

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