Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- – (sequence 121)
- Language
- German, English, Hebrew
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FÜNFTE SITZUNG Donnerstag, den 4. September 1913 Beginn der Sitzung: 4x/2 Uhr nachmittags Präsident Wolffsohn (das Hammerzeichen gebend): Ich bitte, die Plätze einzunehmen. Geehrter Kongreß! Ich habe Ihnen eine allerhöchste Nachricht zu übermitteln (die Versammlung erhebt sich). Es ist folgendes Telegramm1 eingelangt (liest): „Die Kabinettskanzlei Sr. k. und k. Apostolischen Majestät! An Herrn David Wolffsohn Wien, Hotel Imperial. Bad Ischl. Seine k. und k. Apostolische Majestät danken Allergnädigst für die im Namen des XI. Zionistenkongresses dargebrachte Huldigung." (Der Verlesung folgt lebhafter Beifall.) Präsident Wolffsohn: Ich gebe nunmehr auch das Telegramm bekannt, welches ich gestern im Namen des Präsidiums an die Kabinettskanzlei Sr. k. und k. Apostolischen Majestät abgeschickt habe: „An Se. k. u. k. Apostolische Majestät den Kaiser von Oesterreich, König von Ungarn Im Hoflager zu Ischl. Der in diesen Tagen in Euer Majestät Reichshaupt- und Residenzstadt Wien tagende XI. Zionistenkongreß, an welchem über 500 Delegierte der zionistischen Organisation aus allen Weltteilen teilnehmen, bringt Eurer Apostolischen Majestät seine ehrfurchtsvolle Huldigung dar. Wir denken dabei dankbar des väterlichen Wohlwollens, das Eure Majestät, wie allen Nationalitäten, auch den jüdischen Untertanen Eurer Majestät stets entgegengebracht haben. Im Auftrage des Präsidiums des XI. Zionistenkongresses David Wolffsohn, Präsident." ^Lebhafter, langanhaltender Beifall.) Ist Herr Lipski hier? (Rufe: Nein.) Oder Herr Goldberg? (Ruf: Er ist auch nicht hier.) Dann werde ich später darauf zurückkommen. Geehrter Kongreß! Ich habe nun noch eine andere Mitteilung zu machen. Professor War bürg war durch einen Trauerfall in seiner Familie gezwungen, gestern abend uns auf einige Tage zu verlassen. Er wird nach dem Begräbnis seines Schwagers am Sonntag wieder hier