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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 49

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 49 (sequence 56)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 49 — mus einlassen. (Sehr richtig!) Die Begründung" unserer nationalen Anschauung kann nur im Zusammenhang mit unserer Arbeit erfolgen, die Erziehung im nationalen Sinne darf nur geschehen durch möglichste Anlehnung an Palästina, an die palästinensische Arbeit und an die Entwicklung des palästinensischen Judentums. (Lebhafter Beifall.) Unsere lebendige Sorge muß es sein, die Finanzmittel der Bewegung auf eine sichere Grundlage zu stellen. (Dr. Katzenelsohn : Sind sie unsicher?) Ich habe — um jedes Mißverständnis von vornherein zu vermeiden, sei dies betont — unter diesen Finanzmitteln nur die dem Actions-Comite dienenden, die Schekolim und den Zentralfonds verstanden, und ich wünsche und hoffe, daß gerade bezüglich des Zentralfonds dieser Kongreß eine feste und gesunde Basis schaffen wird, die d-em Actions- Comite die Möglichkeit gibt, für die Folge ruhiger an seine Arbeit gehen zu können. Ich stimme auch darin mit Herrn Dr. Hantke überein, daß die Konzentration des Engeren Actions-Comites an einem Orte nicht die Fesselung dieser einzelnen Mitglieder eben an diesem Orte bedeuten darf. So begrüßen wir mit besonderer Genugtuung die Reisen unserer Mitglieder des Engeren Actions-Comites, die der Verbreitung unserer Idee galten, und vor allem die gewaltige Demonstration unserer Idee, die durch die Reise unseres Herrn Sokolow nach Amerika erfolgte. (Lebhafter Beifall.) lieber die politische Arbeit werde ich ebenfalls nicht im einzelnen sprechen. Es genügt, hier zu betonen, daß das Engere Actions-Comite entschlossen ist, den politischen Charakter des Zionismus zu wahren. Wir wissen, daß die politische Arbeit unter schwierigen Umständen erfolgt. Wir zollen dem politischen Takt und der politischen Klugheit der Vertreter des politischen Ressorts im Engeren Actions-Comite hohen Dank. Ein merkwürdiger Vorwurf ist bezüglich dieser politischen Arbeit von Leuten erhoben worden, die sich gewissermaßen als die einzigen Hüter des heiligen Grals, in dem alle politische Weisheit verborgen ist, betrachten. Es wird behauptet, das Engere Actions-Comite habe erst ans Ruder kommen müssen, um sich mit dem politischen Mantel zu umhüllen, um gleichsam seine Blößen zu decken. Unsere Widersacher in diesem Punkte in unseren eigenen Reihen befinden sich leider in der Situation des französischen Adels zur Zeit der Restauration: Sie haben nichts gelernt und nichts vergessen. (Sehr richtig!) Wohl haben wir die praktische Palästinaarbeit lange Jahre stürmisch gefordert, und wohl sind wir glücklich, daß diese stürmische Forderung heute nicht mehr notwendig ist. Ungeduldig sind wir nur deshalb, weil unsere Mittel noch nicht ausreichen, allen unseren Aufgaben nachzugehen. Diese praktische Arbeit in Palästina freilich ist uns die Voraussetzung jeder politischen Tätigkeit. (Lebhafter Beifall.) Diese praktische Arbeit wird jetzt geleistet mit Ernst, mit Entschiedenheit, mit vollem Verständnis ihrer Bedeutung. Jetzt ist es Zeit, von Politik zu reden! Indem wir aber der Arbeit des Engeren Actions-Comites zustimmen, übernehmen wir zugleich die Verpflichtung, dafür zu sorgen, daß die Entwicklung dieser Arbeit in gleicher Weise wie bisher möglich ist. Das verpflichtet uns, nach meiner Meinung und nach der Meinung vieler meiner Freunde, die Revision eines auf dem letzten Kongreß sanktionierten Kompromisses vorzunehmen. Die geschäftliche Leitung unserer Bank gehört einem Direktorium. Wir werden Gelegenheit haben, den Bericht dieses Direktoriums zu hören und unsere geschäftlichen Einwendungen bezüglich dieses Berichtes zu machen. Aber neben dieser geschäftlichen Tätigkeit geht eine andere, die über ihr steht, das ist nämlich, zu bestimmen, nach welchen Richtlinien die Bank zu arbeiten hat. (Lebhafte Zustimmung.) Diese Bestimmung muß unserer obersten Behörde überlassen bleiben. (Lebhafter Beifall.) Diese Bestimmung dürfen nur 4

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