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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 43

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 43 (sequence 50)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
…/3476254-3476276--3962-3480105
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— 43 — gemäß weniger Schekel eingehen, ns sind nun in den beiden früheren kongreßlosen Jahren — ich bitte, jetzt aufmerksam zuzuhören — 1907/08 76 583, ig09/10 71 530, im letzten Jahre 1911/12 dagegen SS 081 M. Schekel gesammelt worden. Ebenso brachten die Kongreßjahre 1908/09 und 1910/11 an gesammelten Schekeln nur 106 224 und 104 364, während in diesem Jahr schon 87 676 eingegangen sind, ja bei Eröffnung des Kongresses schon 127 308 M. verzeichnet werden konnten. (Stürmischer Beifall.) Da erfahrungsgemäß nach Eröffnung des Kongresses noch mehrere Tausend Schekel eingehen, so dürfen wir den Gesamtbetrag sogar auf über 130 000 M. schätzen. Bei all diesen Zahlen liegen also Steigerungen von 20 bis 50 o/o vor. Dieser Steigerung entsprechen die Zahlen unserer Sammlungen. Und diese Zahlen sind nicht weniger beweiskräftig. Denn sie sind nur der Ausdruck der gesteigerten Opferfreudigkeit und Arbeitslust unserer Gesinnungsgenossen, wie sie die gesteigerte nationale Tendenz wachgerufen hat. So;sind die neueingelaufenen Spenden für den Nationalfonds von 507612 M. dm Jahre 1910/11 auf 560455 M. im Jahre 1911/12 und 713 444 M. im Jahre 1912/13 gestiegen. (Lebhafter Beifall.) Dementsprechend ist auch das Vermögen unserer Institutionen in den letzten zwei Jahren von 8 658 000 M. auf 9 866 000 M., also auf fast 10 Millionen Mark gestiegen. Schwieriger ist die statistische Erfassung unserer Einnahmen. Nach den offiziellen Angaben unseres Berichtes betragen sie zurzeit etwa 1 200 000 M. jährlich. Hierzu treten aber noch die Einnahmen der Landes¬ und Sonderverbände und der Ortsgruppen, die Einnahmen der beiden Gymnasien in Palästina, des Bezalel und anderer nationaler Institutionen. Hier kann vorläufig nur ein ganz ungefährer Ueberschlag gemacht werden. Doch kann man die Gesamtsumme der Einnahmen aller zionistischen Organe mindestens auf 2 Millionen Mark im Jahr schätzen. Diese Summe ist für eine Bewegung von erst sechzehnjährigem Alter nicht unbedeutend, wenn man bedenkt, daß jeder einzelne von uns noch weitere Ausgaben für jüdische Zwecke, für die religiösen, sozialen und charitativen Bedürfnisse unserer Gemeinschaft hat. Und doch können wohl nur wenige von uns jmit gutem Gewissen vons sich sagen, daß sie auch nur mit ihrem Geldbeutel ,ihre Pflichten erfüllt haben. Nur wenige haben sich bisher wehe getan. Die meisten haben nur einiges von ihrem Ueberfluß gegeben. Hier allmählich Wandel zu schaffen, zu zeigen, daß eine Organisation von ,130 000 mehr aufbringen kann als ein einziger sozial denkender Multimillionär, wird bald gelingen, wenn unsere Propaganda immer mehr aus dem engen Gesichtskreis der landesüblichen Vereinsarbeit zu großzügiger Volkserziehung sich emlporentwickelt. Bei dieser Auffassung vom Wesen der Propaganda konnten wir uns nicht damit begnügen, den Landes- und Sonderverbänden gute Ratschläge zu erteilen und alles dem Zufall zu überlassen, sondern mußten die Leitung dieser Arbeiten in .unsere Hand nehmen. Wir konnten uns auch nicht /mit schriftlicher Propaganda begnügen. Wir haben auch diese nicht vernachlässigt. Wir haben Broschüren herausgegeben, das Erscheinen anderer durch Beihilfen ermöglicht oder angeregt. Wir haben keine Kosten gescheut, um unser Zentralorgan „Die Welt" und den „Haolam" redaktionell auszugestalten. Wir haben auch die sonstige zionistische Presse gefördert und konstatieren gern, daß die Zahl der zionistischen Preßorgane wiederum gestiegen ist. Auch der nationalen Literatur haben wir unsere Aufmerksamkeit zugewandt, indem wir eine Reorganisation, ja fast eine Neuschaffung des Jüdischen Verlags durch Aufwendung sehr erheblicher eigener Mittel und Heranziehung von Privatkapital ermöglicht haben. Das Hauptaugenmerk aber mußten wir auf

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