Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Journal
- Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
- Volume
- 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
- Date
- 1914-01-01
- Page
- Seite 40 (sequence 47)
- Language
- German, English, Hebrew
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— 40 tretungen, Erwerb politischer Rechte für Kolonien usw. Ich kann mich auf die Aufzählung dieser Erfolge beschränken. Denn in diesem Zusammenhang liegt mir nur daran, festzustellen, daß unsere Zentrale auf diesem Gebiet ihrer Tätigkeit vielseitige Arbeit geleistet hat. (Stürmischer Beifall.) Gerade unsere Arbeit in Palästina erfolgt nur zum kleineren Teil unter der Firma des Actions-Comites. Zum überwiegenden Teil tritt sie als Leistung des Nationalfonds, der Anglo Palestine Company, der Palestine Land Development Company, der Jüdischen Kolonialbank zutage. Auch von unserer Organisation unabhängige Gesellschaften, wie die Immobiliengesellschaft Palästina, der Bezalel und andere müssen hier genannt werden. Es ist dies die Folge der Tatsache, daß es sich im wesentlichen um wirtschaftliche Aufgaben handelt. Und diese erfordern wirtschaftliche Formen. Wir dürfen aber nicht vergessen, daß wir uns selbst diese Formen geschaffen haben, nicht um ihrer selbst willen, sondern aus Zweckmäßigkeitsgründen, um unsertwillen (lebhafter Beifall), daß die Arbeit dieser Formen unsere Arbeit ist, daß ihre Ergebnisse nur die Folge der Existenz unserer Organisation, der lebendigen Kraft des zionistischen Ideals sind. Wir geben daher unserer Organisation nur das ihr Gebührende, wenn wir die Arbeiten aller unserer palästinensischen Institutionen unter den Arbeiten der Organisation verbuchen. Anderseits übernehmen wir damit die Verantwortung für die Art der Tätigkeit dieser Institutionen. Wir tun dies gern und freudigen Herzens — selbstverständlich nur insoweit, als uns von Ihnen, geehrter Kongreß, auch die Macht gegeben worden ist, unsere Kontrollpflicht auszuüben. Es sind nun innerhalb unserer Organisation deswegen gegen unsere Institutionen in Palästina und gegen uns selbst sehr heftige Angriffe erhoben und von der antizionistischen Presse mit Schadenfreude aufgegriffen und weitergetragen worden. (Hört, hört!) Wir konstatieren, daß dies? Angriffe sachlich unbegründet sind (stürmischer Beifall) und sind bereit, in der Diskussion auf jeden einzelnen Rede und Antwort zu stehen. (Erneuter lebhafter Beifall.) In diesem uns wahrlich unangenehmen Kampf stärkt uns vor allem eine Tatsache, die neu und vielen überraschend auf diesem Kongreß zum ersten Male in die Erscheinung tritt: Die offizielle Zustimmung des palästinensischen Judentums. (Lebhafte Zustimmung.) Ist es doch in diesem Jahre zum ersten Male unseren näheren Freunden gelungen, eine Schekelsammlung größeren Stils in Palästina zu veranstalten, die Zahl der Schekel in Palästina von einigen Hundert auf 2000 zu steigern. (Lebhafter Beifall.) Ist doch das jüdische Palästina auf diesem Kongreß durch nicht weniger als 30 in Palästina dauernd ansässige Delegierte und ebenso viele Gäste vertreten. (Stürmischer Beifall.) Diese offizielle Anerkennung des Kongreßzionismus durch Palästina gerade in einem Jahre, in dem man die Palästinaarbeit des Actions-Comites auf das schärfste angegriffen hat, mag Ihnen ein Beweis sein, daß die Männer der Tat und die Fachleute diesen Angriffen nicht glauben. (Erneuter lebhafter Beifall.) Die Voraussetzung für alle Arbeiten (auf dem bisher behandelten Tätigkeitsgebiet unserer Zentrale ist das Gedeihen unserer Organisation, als der Quelle unserer Kraft, unserer Propaganda, die ihr ständig neue Elemente zuführt. Wir haben .der Propaganda besonders große Aufmerksamkeit zugewandt und versucht, ihr allmählich die Stellung wiederzugeben, die sie in den .ersten Jahren unserer Bewegung gehabt hat und die ihr zukommt. . In allen Kreisen unserer Bewegung ist der Gedanke fest verwurzelt, daß die Zukunft unseres Volkes von der Entwicklung der jüdischen Siedlung in Palästina abhängt. Mit dieser Ueberzeugung muß aber die Einsicht