Mannheim
Compact Memory

Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1914-01-01 · 11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913 · p. Seite 11

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
11 (1914) Wien, 2. bis 9. September 1913
Date
1914-01-01
Page
Seite 11 (sequence 18)
Language
German, English, Hebrew
Belongs to
journal volume
OCR quality
97% known words query
IRI
…/3476254-3476276--3930-3480073
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

— 11 — friedlichen Kampf der Lebensinteressen auf dem festen Boden der Wirklichkeit auszufechten. Zweifellos ist die Arbeit schwierig-, aber sie muß gemacht werden. Unübersteiglich erscheinen zuweilen die Hindernisse, die sich uns in den Weg stellen. Mit diesen Hindernissen müssen wir aber ringen und sie überwinden, wir müssen in zähem Streben den Weg ebnen^ auf dem wrir nach langer, rastloser Arbeit zur Höhe gelangen werden. (Lebhafter Beifall.) Hierfür müssen wir stark sein und dürfen unsere Willenskraft und unseren Opfermut nicht ermatten lassen. Deshalb sind auch Kongresse notwendig, denn von ihnen geht ein suggestiver Einfluß aus. Ein Kongreß bringt fruchtbare und nützliche Anregungen und den Zusammenschluß kleiner Einzelwillen zu einer großen, machtvollen Einheit. Bei jedem Kongreß empfinden wir neue Kraft 2um Vorwärtsstreben, und deshalb ist auch jeder Kongreß eine neue Etappe auf dem Wege nach aufwärts. (Beifall.) Unser Hauptaugenmerk wird also in Zukunft noch mehr als bisher auf die Arbeit in Palästina gerichtet sein. Selbstverständlich ist der Acker- und Gartenbau das Arbeitsgebiet, dem die vorderste Stelle und der breiteste Raum gebührt. Dazu gehört einerseits der Bodenkauf im Interesse der Gesamtheit, wobei vor allem unser sich glänzend entwickelnder Nationalfonds tätig ist, anderseits die Ermöglichung der Ansiedlung arbeitstüchtiger Elemente, und zwar durch Belehrung, Schaffung von Arbeitsgelegenheit und Behausung, Parzellierung und Meliorierung des Bodens^ Siedlungs- und Arbeitsgenossenschaften, Förderung landwirtschaftlich-kolonisatorischer Unternehmungen * aller Art. Alle diese Bestrebungen haben sich allmählich herausdifferenziert und ein Teil derselben konnte in besonderen Institutionen zentralisiert werden. Die Yemeniten-Einwanderung hat ein förderliches, nationales Element dem Lande zugeführt und bildete den Gegenstand unserer eifrigsten Fürsorge. (Lebhafter BeMail.) Die Achusa- Bewegung ist eine praktische Errungenschaft von hervorragender Wichtigkeit, ein Werk der jüngsten Zeit, von dem wir nicht nur Nützliches, sondern auch qualitativ sehr Bedeutendes erwarten. (Beifall.) Die Palestine Land Development Company steht als Instrument für Bodenkauf und Parzellierung im Mittelpunkt unserer ländlichen Kolonisationsarbeit, wobei unsere Banken im Verein mit dem N a t i o n a 1 f o n d s durch Kreditgewährung große Dienste leisten. Auch der Heranbildung jüdischer Frauen zur Landwirtschaft durch die Mädchenfarm am Kinerethsee sei an dieser Stelle rühmend gedacht. (Lebhafter Beifall.) Die Förderung von Handel und Industrie gehört zwar mehr in das Gebiet der Privatinitiative, doch sind auch hier unsere Finanzinstitute von nicht zu unterschätzender Bedeutung. Der B e - zalel, unsere Kunstgewerbeschule in Jerusalem, der in eine neue Aera seiner organisatorischen Einrichtung getreten ist, und der Frauenverband, der für die Förderung unserer 'Frauenarbeit in Palästina Wichtiges leistet, haben ihre Tätigkeit erweitert. "Auf kulturellem Gebiete Tiaben die Lehrerorganisation Merkas Harn o ri m und der wissenschaftliche Sprachverein Waad Halaschon sich wichtigen nationalen Aufgaben gewidmet. (Lebhafter

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.