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Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in … · 1911-01-01 · 10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911 · p. Seite 346

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Journal
Stenographisches Protokoll der Verhandlungen des … Zionisten-Kongresses … in …
Volume
10 (1911) Basel, 9. bis 15. August 1911
Date
1911-01-01
Page
Seite 346 (sequence 346)
Language
German, English, Hebrew
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IRI
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— 346 — es im Sinne des Ausspruches unserer Weisen, die gesagt haben: wer ist ein Held? Derjenige, der sich selbst überwindet. Er hat es begriffen, daß die Zeit gekommen ist, die Leitung anderen Händen anzuvertrauen, und er fand in sich die Kraft und den Willen, diesen Gedanken zu verwirklichen. Hätte er es nicht gewollt, so wäre er auch jetzt Präsident geblieben. Er hat aber die Notwendigkeit eingesehen, weil ihm die Organisation teuer ist. Er hat hierdurch einen neuen Typus geschaffen, der bei uns bisher noch nicht existiert hat, den Typus eines Expräsidenten. Meine Herren! Es ist Ihnen bekannt, welche große Verpflichtungen das E. A. C. übernommen hat. Wir werden von den neugewählten Mitgliedern verlangen, daß sie für alles die Verantwortung übernehmen. Daß; sie arbeiten werden, dessen bin ich sicher, aber wir werden auch ihre Verantwortung in Anspruch nehmen. Einer der Herren Vorredner sagte mit Recht: Liebet die Wahrheit und den Frieden. Aber ich möchte noch hinzufügen, daß die Arbeit das allerwichtigste ist. Wisset, nicht nur für den Frieden, sondern auch für die Arbeit haben wir die Wahl getroffen, und wir erwarten, daß Ihr nach zwei Jahren uns die ,Früchte Eurer Arbeit darbringen werdet, weil „der Wille alles vermag". Ich gebe der Hoffnung Ausdruck, daß wir mit der Arbeit des neugewählten E. A. C. zufrieden sein werden. (Bravo-Rufe und Händeklatschen.) Del. Julius Simon: Nun liegt uns noch die Pflicht ob, dem Präsidium unseres Kongresses unseren Dank abzustatten. Sie wissen alle, ein Kongreß, wie dieser, ist schwerer zu leiten, als irgendein! Parlament es sonst noch! ist. Die Sprache, in der wir verhandeln, ist keine einheitliche. Außerdem lag aber über der afrikanischen Hitze dieser Tage eine gewitterschwüle Stimmung: die bange Frage, wie dieser Kongreß enden wird. Und diese Stimmung, die sich1 unser aller bemächtigte, machte die Verhandlungen schwieriger und ihre Leitung insbesondere. Und so gebührt besonderer Dank den Männern, die diesen Kongreß geleitet und zu Ende geführt haben. Neben dem Dank noch einmal an Nordau, daß er sich an die Spitze dieses Präsidiums stellte (lebh'after Beifall), der Dank für unseren Dr. B o d e n h e i m e r (stürmischer Beifall und Händeklatschen), dem der schwerste Teil dieser Aufgabe zufiel, da wir unseren Alexander Marinorek zuerst im Permanenzaussc'hüß nicht missen konnten; aber er hat uns immerhin heute noch Proben seiner Fähigkeiten gegeben, und wenn es nach ihm ginge, glaube ich, wjürde er jteden von uns, der nicht stille sitzt, mit seinem Hammer festnageln wollen. (Heiterkeit — lebh'after Beifall und Händeklatschen.) Er ist der Antipode, glaube ich, unseres milden Tschlenow, der durch Milde die Versammlung leitet. (Lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Abe-r eine bedeutsame Aufgabe fiel U s s i s c h!k i n zu. Er hatte die hohe Ehre, die erste Verhandlung in hebräischer Sprache zu leiten. (Stürmischer Beifall und Händeklatschen.) Es war ein verheißungsvoller Anfang, und an uns wird es liegen, die Konsequenzen daraus zu ziehen für die kommenden Verhandlungen. (Erneuter lebhafter Beifall und Händeklatschen.) Ich wünsche, daß jedem Präsidium, das nun folge, das gleiche Glück beschieden sei wie diesem Präsidium — ein Glück, das sicher

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